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Drucktechnik

Bart

Englisch: beard

nounDrucktechnikdated

Der Teil eines Schriftzeichens, der zwischen der Schulter des Schafts und der Schriftfläche liegt.

Bart: der Spalt, der die Type bündig sitzen lässt

Bei Metall-Lettern ist der Bart der kleine senkrechte Abstand zwischen der Unterkante des Schriftbildes und der Schulter des Schafts, wo sich das Metall nach innen verjüngt. Dieser Spalt, normalerweise 0,5 bis 1 Punkt tief, erfüllt eine mechanische Funktion: Er ermöglicht es zwei Typen, nebeneinander zu stehen, ohne dass ihre Körper an der Basis kollidieren, auch wenn sie leicht unterschiedlich hoch gegossen wurden. Ohne diese Entlastung würden schon winzigste Höhenunterschiede dazu führen, dass benachbarte Typen klemmen oder sichtbare Lücken in der gedruckten Zeile entstehen.

Der Bart sitzt nur im unteren Bereich des Type-Körpers. Der obere Bereich, Counter oder Innenraum genannt, enthält den negativen Raum des Schriftzeichens selbst. Der Bart sitzt darunter, auf der Außenseite des Type-Körpers, und unterscheidet sich von den Füßen oder der Basis der Type. Bei gut gegossener Type sollte der Bart sauber und gleichmäßig sein; raue oder unregelmäßige Bärte deuten auf Gießfehler hin.

Der Name und wo er auftritt

Der Name ist alt und visuell: Der Bart wölbt sich vom Schaft ab wie Gesichtshaare und erweicht die scharfe Kante, wo sich der Körper verjüngt. Der Begriff ist überholt, da er aus der Ära der Metall-Lettern stammt; digitale Schriften und Fotosatz machten dieses physische Merkmal überflüssig. Aber Drucker und Schriftgießer verwenden das Wort noch immer, wenn sie von handgesetzter Metall-Type oder bei der Untersuchung von Schriften und Stempeln aus früherer Zeit sprechen.

Ein Bart, der zu tief oder zu flach ist, kann in der Druckform Probleme bereiten. Tiefe Bärte reduzieren die nutzbare Schriftfläche und verschwenden Metall. Flache oder fehlende Bärte, häufig bei billiger oder beschädigter Type, führen dazu, dass die Typen hängenbleiben und klemmen. Gießerei-Type, besonders Display-Größen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, zeigt je nach Standards der Gießerei und Alter der Form Unterschiede in der Barttiefe.

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