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Vermessung

Messpratze

Englisch: bench

Eine Halterung zur Befestigung von Vermessungsgeräten an einem Stein oder an einer Wand.

Messpunkt: ein in Stein verankertes Stativbrett für Vermessungsinstrumente

Ein Messpunkt in der Vermessung ist eine fest verankerte Halterung oder Steinplattform, die in eine Gebäudewand, Felswand oder andere dauerhafte Struktur eingelassen wird, um ein Theodolith, Nivellier oder anderes Instrument in stabiler Höhe zu halten. Anders als ein Stativaufbau, der vor Ort beweglich und verstellbar ist, bleibt ein Messpunkt an seiner Position und bietet über Monate oder Jahre hinweg einen festen oder halbfesten Beobachtungspunkt für wiederholte Messungen.

Der Messpunkt selbst ist üblicherweise ein kleiner Granitblock mit einer Tiefe von etwa 10 bis 15 Zentimetern, mit ebener Oberseite oder vertiefter Aufnahme. Die Aufnahme enthält oft eine Messingbuchse oder Stahlbuchse, genannt Höhenmarke oder Referenzmarke, die einen genauen Punkt markiert. Die Instrumentenhalterung wird auf den Messpunkt geschraubt, und die Buchse dient als bekannte Höhenreferenz, auf die Vermesser bei mehreren Vermessungskampagnen zurückkehren und sich verlassen können.

Typische Einbauorte und Varianten

Messpunkte werden in Wände von Leuchttürmen, Kirchtürmen, Befestigungsanlagen und anderen Bauwerken eingelassen, die sich nicht verschieben. Sie werden auch direkt in Felsflächen an Hängen oder Bergstrecken verankert. Tiefe und Festigkeit des Messpunkts hängen von der örtlichen Geologie und dem Gewicht des Instruments ab; ein einfacher Messpunkt für ein Nivellier kann leichter ausgebildet sein als einer für ein Theodolith bei präzisen geodätischen Arbeiten. Moderne Vermessungsmesspunkte haben oft Edelstahlbeschläge zur Beständigkeit gegen Witterung.

Der Begriff Messpunkt stammt von der physischen Ähnlichkeit mit einer kleinen Bank oder einem Regal. In früherer Vermessungspraxis bezog sich das Wort auch auf die Reihe von Marken, die Vermesser in Stein ritzten oder meißelten, um eine Kette von Höhenpunkten entlang einer Route zu markieren. Mit der Zeit wurden die einzelnen Verankerungsstellen einfach Messpunkte genannt, und die Marke selbst heißt heute üblicherweise Höhenmarke oder Kontrollpunkt.

Messpunkte sind wesentlich bei der geodätischen Vermessung, wo Netze von Kontrollpunkten in Abständen vermessen und neu vermessen werden müssen, um Krustenverschiebungen, Senkungen oder Setzungen von Bauwerken zu erkennen. Da der Messpunkt ortsfest ist, können zwei Vermesser im Abstand von einem Jahr oder einem Jahrzehnt an derselben Stelle aufstellen, zur gleichen Marke messen und Ergebnisse sicher vergleichen, da jede Abweichung tatsächliche Veränderungen der Landschaft widerspiegelt und nicht eine Abweichung des Aufbaus.

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