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Bergbau und Gewinnung

Schwarzsand

Englisch: black sand

Sand mit hohem Magnetit- und anderen eisenhaltigen Mineralanteilen, häufig im Zusammenhang mit Seifenabbau anzutreffen.

Schwarzsand: eisenhaltiges Mineralkonzentrat in Flussbetten

Schwarzsand ist ein natürlich vorkommendes Konzentrat schwerer eisenhaltiger Minerale, hauptsächlich Magnetit, Ilmenit und Hämatit, das sich in Alluvialablagerungen und Strandumgebungen ansammelt. Die schwarze Farbe kommt vom Magnetitgehalt, der stark magnetisch ist; ein kleiner Magnet in der Nähe von Schwarzsand zieht die Körner sichtbar an. Er bildet sich dort, wo Wasserbewegung Sedimente nach Dichte sortiert hat, wobei die schwereren Minerale zurückbleiben, während leichterer Quarzsand fortgetragen wird.

Schwarzsand kommt am häufigsten in Seifenlagerstätten entlang von Bächen, Flussbiegungen und alten Wasserläufen vor, wo eine Dichtesortierung natürlicherweise über Zeit stattfindet. Im Küstenbergbau sammelt er sich in Strandablagerungen an, besonders in der Nähe von eisenreichen Gesteinsaufschlüssen. Die Konzentration variiert je nach Ausgangsgeologie erheblich; manche Lagerstätten enthalten 5 Prozent schwarze Minerale nach Gewicht, während reichhaltige Lagerstätten über 30 Prozent überschreiten können. Die Korngröße reicht typischerweise von Feinsand bis Grobsand, etwa 0,1 bis 0,5 Millimeter Durchmesser.

Schwarzsand wird durch einfache Schwerkrafttrennung und magnetische Verfahren gewonnen. Die magnetische Eigenschaft von Magnetit ermöglicht eine unkomplizierte Trennung vom leichteren Quarzsand mit Dauermagneten oder elektromagnetischer Ausrüstung. Historisch suchten Seifenbergleute nach Gold und fanden Schwarzsand als Nebenprodukt; die schwereren schwarzen Minerale würden schneller absetzen und oft feine Goldteilchen darunter einlagern. Heute hat Schwarzsand selbst in manchen Regionen Wert als Eisenerz- und Titaniumquelle, allerdings ist die Gewinnung unwirtschaftlich, es sei denn, Lagerstätten sind außergewöhnlich reichhaltig oder liegen in der Nähe von Eisenverarbeitungsanlagen.

Die Hauptprobleme sind das Gegenteil von dem, was Bergleute anstreben: Wenn sich Schwarzsand in einer laufenden Seifenoperation zu stark ansammelt, verlangsamt er die Verarbeitung und macht eine Schwerkraftkonzentrierung ineffizient. Schwarzsandkonzentrate können auch radioaktive Thoriumverbindungen enthalten, besonders in älteren Lagerstätten, was vor Verarbeitung oder Verkauf eine radiologische Bewertung erfordert. Wasserableitung aus Schwarzsandoperationen kann feinen Magnetitstaub tragen, der in manchen Rechtsgebieten umweltüberwacht wird.

Der Begriff Schwarzsand ist beschreibend und kommt in der Bergbauliteratur mindestens seit dem neunzehnten Jahrhundert vor. Sein Vorkommen ist ein zuverlässiger Hinweis auf Schwermineralanreicherung und hilft erfahrenen Prospektoren, günstiges Gelände sowohl für Edelmetalle als auch für Industrieminerale zu erkennen.

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