Box
Englisch: box
Bilder, Text oder ähnliches in einen Rahmen einfassen.
Box: Inhalt mit gedrucktem Rahmen einrahmen
Im Druck bedeutet Box, eine geschlossene rechteckige Linie oder einen Rahmen um Text, ein Bild oder eine Gruppe von Designelementen auf einer Seite zu ziehen. Die Box selbst ist üblicherweise eine dünne Linie, kann aber zur Betonung auch dicker sein, und schafft visuelle Trennung und Hierarchie auf dem bedruckten Bogen. Das ist unterschiedlich vom Boxing beim Finishing, das sich auf die physische Anordnung von Druckerzeugnissen bezieht; Boxing als Design-Verb findet im Layout-Stadium statt.
Ein eingerahmtes Element lenkt den Blick des Lesers und signalisiert Wichtigkeit oder Unterschied zum umgebenden Inhalt. Häufige Anwendungen sind Call-outs, Warnhinweise, Seitenspalten, Anzeigen innerhalb von redaktionellem Inhalt, Preistabellen und hervorgehobene Spezifikationen. Die Box kann ein einfacher einfacher Strich in Schwarz oder Farbe sein oder auch eine Fläche (ein Farbton oder vollständige Füllung) hinter dem eingerahmten Inhalt enthalten, um den Kontrast zu erhöhen. Linienbreiten reichen von Haarlinien (0,25 Punkte) für feine Effekte bis zu 2 oder 3 Punkten für kräftige Hervorhebung.
Technische Aspekte beim Einrahmen
Beim Einrahmen von Inhalten muss das Layout den Abstand zwischen der Linie und dem Text oder Bild innen berücksichtigen. Unzureichender Abstand macht die eingerahmte Position eng und schwer lesbar; gängige Praxis ist typischerweise 6 bis 12 Punkte Weißraum auf allen Seiten, je nach Schriftgröße und Design-Absicht. Die Ecken der Box können scharfe rechte Winkel sein oder mit einem festgelegten Radius abgerundet werden; abgerundete Ecken mildern die visuelle Wirkung und verbessern manchmal die Lesbarkeit bei niedrigerer Auflösung.
Farbige Rahmen erfordern sorgfältige Planung bei der Separation und beim Proof. Ein Vier-Farben-Prozess-Rahmen wird in Cyan-, Magenta-, Gelb- und Schwarzkanäle separiert; ein Sonderfarben-Rahmen hat seine eigene Platte. Überdruckungs- und Überdruckentscheidungen beeinflussen, wie die Box mit Hintergrundbildern oder Text dahinter interagiert. Bei digitalen Druckmaschinen und in PDF-Workflows wird das Einrahmen typischerweise als Strich-Attribut in der Design-Datei angewendet, während beim Offsetdruck es Teil der separierten Artwork oder wird während der Plattenbelichtung erzeugt.
Die Verbform ist natürlich aus dem Substantiv entstanden und wird in Design-Briefen und Produktionsvorgaben weit verbreitet verwendet: ,Testimonial einrahmen',diese Warnung in Rot einrahmen.' Es ist informell, aber präzise Kurzschreibweise, die das umständlichere ,einen Rahmen anwenden auf' oder ,in eine Linie einschließen' vermeidet.