abbürsten
Englisch: broom
Verbesserung der Haftung einer Dichtungsbahn durch Glätten mit Bürste oder Abzieher zur Sicherung des Kontakts mit dem Klebstoff.
Membrane: Eine Membran fest auf Klebstoff andrücken
Brooming bedeutet, eine Membran mit einem Besen, einer Spachtel oder einem ähnlichen Werkzeug fest auf den Untergrund zu drücken und zu glätten, während der darunter liegende Klebstoff noch nass ist. Das Ziel ist einfach: Lufttaschen und Falten beseitigen und die Membran in vollständigen Kontakt mit dem Klebstoff bringen, damit sie richtig haftet. Ohne Brooming kann die Membran über Hohlräumen überbrücken, Luftblasen einschließen oder ungleichmäßig aushärten und schwache Stellen hinterlassen, die Wasser irgendwann ausnutzt.
Bei Dach- und Abdichtungsarbeiten erfolgt das Brooming unmittelbar nach dem Verlegen der Membran (typischerweise bituminös, Synthesekautschuk oder PVC). Der Arbeiter nutzt einen langstieligen Schubkehrsen oder eine Spachtel und arbeitet von der Mitte nach außen, um eingeschlossene Luft zu den Rändern zu drücken. Die Technik muss in Richtung des aufgetragenen Klebstoffs erfolgen, nicht dagegen, sonst risikiert man, den Klebstoff unter der Membran wegzudrücken. Der Druck ist fest, aber kontrolliert; zu viel Kraft kann dünne Membranen reißen oder Klebstoff aus der Fuge drücken.
Die Art des Besens macht einen Unterschied. Dachdecker nutzen typischerweise Schubkehrsen mit weichen Borsten (niemals harte Besen, die die Membran beschädigen) oder Kunststoffspachteln. Manche Arbeitsgruppen bevorzugen breite Gummi- oder Polyurethanspachteln für größere Flächen, weil sie den Druck gleichmäßiger verteilen als Borsten. Die Membran muss gebrusht werden, bevor der Klebstoff abbindet. Die Zeit hängt von Temperatur, Klebstofftyp und Membrandicke ab. Bei warmen Bedingungen bleiben möglicherweise nur 15 bis 30 Minuten, bevor der Klebstoff zu steif wird, um die Membran noch zu bewegen.
Häufige Probleme und Varianten
Brooming schlägt fehl, wenn Klebstoff zu sparsam aufgetragen wird; gibt es nicht genug Material unter der Membran, drückt Brooming sie in Hohlräume, statt diese zu beseitigen. Umgekehrt kann überschüssiger Klebstoff an den Rändern weggedrückt werden, was sichtbare dunkle Streifen hinterlässt und unzureichende Haftung dahinter zurückbleiben lässt. Überlappungen, wo zwei Membranblätter aufeinandertreffen, erfordern sorgfältiges Brooming, um sicherzustellen, dass beide Schichten vollständig angedrückt werden, ohne die Klebstoffnaht selbst zu verschieben. Wind kann Klebstoff und Membran schnell abkühlen und das Brooming erschweren; windy conditions an kalten Tagen sind berüchtigt für schlechte Brooming-Ergebnisse.
Der Begriff selbst kommt direkt vom Werkzeug: Ein Besen glättet Falten und Verschmutzungen auf der Membranoberfläche, genau wie er einen Fußboden kehrt. In der modernen Praxis gilt Brooming als Qualitätskontrollschritt genauso wie als Technik. Inspektoren prüfen häufig auf Blasen oder Hohlräume, indem sie die fertige Membran begehen und auf hohle Geräusche hören, oder indem sie Haftungsprüfungen an Mustern durchführen. Schlechtes Brooming ist eine der Hauptursachen für vorzeitigen Membranausfall und macht die fünf Minuten korrektes Brooming um ein Vielfaches wertvoller als die Kosten für einen Membranersatz Jahre später.