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Schiffbau und Werft

Koje

Englisch: bunk

Ein fest eingebautes Bett an Bord eines Schiffes, oft in Reihen übereinander angeordnet.

Koje: Schiffsbett, gestapelt für beengte Verhältnisse.

Eine Koje ist eine fest in der Schiffshülle oder dem Aufbau eines Schiffes eingebaute Bettkonstruktion, die der Besatzung Schlafplätze in den typischerweise beengten Räumen eines Schiffes bietet. Im Gegensatz zu einem normalen Bett ist eine Koje Teil der Schiffskonstruktion, gegen die Schiffswand oder Schott gesichert und nach den Abmessungen der Mannschaftsunterkünfte bemessen, nicht nach normalen Wohnzimmern. Auf den meisten Arbeitsschiffen sind Kojen übereinander angeordnet, meist zwei oder drei übereinander, und jede Koje wird über eine kurze Leiter oder Steigleiste erreichbar gemacht.

Das Übereinanderstapeln von Kojen ist notwendig, weil Deckfläche auf Schiffen kostbar ist. Eine Kabine, die Platz für ein traditionelles Bett bietet, fasst stattdessen zwei oder drei Kojen, jede normalerweise 75 bis 80 Zentimeter breit und etwa 190 Zentimeter lang. Der vertikale Abstand zwischen Kojen beträgt gewöhnlich 75 bis 90 Zentimeter und bietet damit ausreichend Platz zum Liegen oder Aufsetzen. Die unterste Koje sitzt knapp über dem Decksniveau; die oberste kann fast bis zur Decke reichen.

Kojen sind mit Matratzen ausgestattet, oft aus Schaumstoff und behandelt gegen Salzwiderstand und Schimmelbildung. Ein Leesegel oder Leebrett aus Segeltuch wird entlang der außenbord liegenden Kante jeder Koje gespannt, um zu verhindern, dass der Nutzer bei schwerem Wetter oder rauher See hinausfällt. Auf modernen Schiffen sind Kojen manchmal mit regelbarer Belüftung oder einzelnen Leselampen ausgestattet. Das Gestell besteht üblicherweise aus geschweißten Stahlrohren, gelegentlich Aluminium auf höherwertigen Schiffen, und ist mit der Schiffsstruktur verschraubt.

Die Anordnung von Kojen variiert je nach Schiffstyp und Besatzungsgröße. Frachter und Tanker untergebracht die Besatzung üblicherweise in Zweier- oder Viererkojen, während Fischereifahrzeuge für erfahrene Besatzungsmitglieder oft Einzelkabinen und für gewöhnliche Seeleute gemeinsame Kojenstuben nutzen. Kreuzfahrtschiffe und Kriegsschiffe können Kabinen mit Ober- und Unterkoje für Offiziere oder Einzelkojen für Mannschaftsränge haben. Die Qualitäts- und Platzstandards für Besatzungskojen sind in Konventionen wie dem ILO-Übereinkommen über Arbeitsbedingungen für Seeleute und in den Regeln der Klassifikationsgesellschaften festgelegt.

Probleme mit Kojen betreffen Belüftung, Feuchtebildung und Verschleiß. Schlechte Luftzirkulation in Kojenkabinen begünstigt Schimmel und Pilzwachstum, besonders in tropischen Klimazonen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit. Rostbildung an Stahlrahmen tritt auf, wenn Salzwassergischt in externe Schotte eindringt oder wenn Frischwasser von Deck oben durchläuft. Der Begriff selbst stammt aus der skandinavischen und niederländischen maritimen Tradition, vorprie Industriezeitalter, ist aber seit Jahrhunderten wesentlich für den praktischen Betrieb von Handels- und Kriegsschiffen.

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