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Schiffbau und Werft

Kantholz

Englisch: cant

Holzstück auf dem Schiffsdeck, das die Schotten abstützt.

Stütze: ein Holz- oder Stahlstempel, der die Schiffswände abstützt

Eine Stütze ist eine hölzerne oder stählerne Strebe, die zwischen Deck und Schottunterseite eingebaut wird, um vertikale Lasten aufzunehmen und eine Durchbiegung oder Beulsicherheit des Schotts unter Druck oder der Last von gestapelter Fracht zu verhindern. Bei traditionellen Holzschiffen wurden Stützen aus Spantholz oder Normalholz hergestellt, vertikal oder in leichtem Winkel eingebaut und an Deck und Schott mit Bolzen oder schweren Befestigungen gesichert. Moderne Stahlschiffe verwenden gewalzte Stahlprofile oder aufgeschweißte Träger für denselben Zweck, obwohl sich der Begriff in der Schiffswerftenpraxis erhalten hat.

Stützen erfüllen zwei unterschiedliche Funktionen. Unter statischen Bedingungen verhindern sie, dass Schotte nach außen durchbiegen, wenn Laderäume ungleichmäßig beladen werden oder wenn ein an das Schott grenzendes Tankabteil mit schwerer Flüssigkeit gefüllt ist. Bei rauer See widerstehen sie den dynamischen Kräften, die Schottvibrationen und das Reißen von Schweißnähten oder Nieten verursachen. Ein Schott ohne ausreichende Stützen kann einen Verformungsrest oder Strukturschaden erleiden, weshalb ihre Anordnung und Auslegung durch Klassifikationsgesellschaftsregeln festgelegt sind.

Stützen werden nicht durchgehend an einem Schott installiert. Sie sind in Abständen angeordnet (typischerweise 1,8 bis 3 m bei Frachtschiffen), um die Last zu verteilen und gleichzeitig ausreichend freie Fläche für den Zugang zu lassen und die Bewegung von Ladehilfsgeräten nicht zu behindern. Anzahl und Anordnung richten sich nach Schotthöhe, Art und Gewicht der erwarteten Fracht und dem Einsatzbereich des Schiffes (Hochseeschiff, Küstenschiff oder Binnenschiff). Doppelbodenstützen, die auf dem Doppelboden selbst statt auf Deckbalken ruhen, werden zur Abstützung der unteren Teile von Schotts in Doppelbodenräumen verwendet.

Der Begriff Stütze leitet sich vermutlich vom Altnordischen und Altenglischen her und bedeutet einen Winkel oder eine Neigung, was die ursprüngliche Praxis widerspiegelt, sie schräg statt rein vertikal einzubauen; später wurden starre vertikale Stützen zum Standard. In der Schiffswerftensprache unterscheiden Arbeiter zwischen Deckstützen, Doppelbodensstützen und Streutsützen, die eher Maschinenfundamente abstützen als Schotte.

Korrosion und Ermüdung sind die wesentlichen Ausfallmechanismen. Stützen in Laderäumen, in denen Schüttgut wie Getreide oder Erz geladen wird, erfahren höheren Verschleiß und Abrieb, und ihre Anschlusspunkte sind anfällig für Spaltenkorrosion, wenn sie nicht ordnungsgemäß versiegelt sind. Regelmäßige Inspektionen auf Risse in der Schweißwurzel und messbare Querschnittsabnahme sind erforderlich, um einen katastrophalen Schottausfall bei schwerer Witterung oder sich verschiebender Fracht zu vermeiden.

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