Bankett
Englisch: cess
Der Bereich beiderseits des Eisenbahngeleises, der tiefer als die Schwellensohle liegt, um die Entwässerung zu gewährleisten.
Böschungsgraben: der Entwässerungsgraben neben einem Eisenbahngleis
Ein Böschungsgraben ist der vertiefte Kanal oder die abgesenkte Bodenfläche, die entlang einer oder beider Seiten eines Eisenbahngleises verläuft und unterhalb der Unterseite der Schwellen positioniert ist. Seine Hauptaufgabe ist es, Wasser vom Gleisaufbau abzuleiten und zu sammeln, um Staunässe zu vermeiden, die die Tragschicht schwächen und den Untergrund beschädigen würde.
Der Böschungsgraben wird typischerweise 300 bis 450 mm unterhalb der Schwellenlage in die Trasse (das vorbereitete Erdwerk) eingegraben, je nach lokalen Bodenverhältnissen und Niederschlagsmuster. In gut drainiertem Boden kann ein flacherer Graben ausreichen; in tonhaltigen oder niederschlagsreichen Regionen ist ein tieferer Graben mit zusätzlichen Drainrohren erforderlich. Die Breite beträgt normalerweise 1 bis 2 Meter auf jeder Seite des Gleises, variiert aber je nach Eisenbahnstandard und Geographie.
Instandhaltung und Ausfallarten
Der Böschungsgraben muss frei von Vegetation, Schutt und angesammeltem Sediment gehalten werden, sonst wird er unwirksam. Bei Verschlammung oder Verstopfung kann Wasser nicht frei abfließen und beginnt, die Tragschicht und den Untergrund zu durchnässen, was zu weichen Stellen, Gleisabsenkung und schließlich Ausweitung bei Hitze führt. Bei schlecht unterhaltenen Strecken, besonders in tropischen oder Monsun-Klimazonen, ist Böschungsgrabenschaden eine häufige Ursache für Gleislageabbau.
Der Begriff 'Böschungsgraben' stammt vom Wort 'Abtretung' ab, was Nachgeben oder Weichen des Bodens bedeutet. In einigen Regionen und in älterer britischer Eisenbahnterminilogie bezog sich der Böschungsgraben auch auf die Abgabe oder Zahlung des Grundstückseigentümers an die Eisenbahngesellschaft für die Nutzung von Land neben dem Gleis, obwohl diese finanzielle Bedeutung in der modernen Eisenbahntechnik inzwischen obsolet ist.
Moderne Eisenbahnstandards legen Böschungsgrabengefälle fest, typischerweise 1:20 bis 1:40, wobei das Wasser vom Gleis weg abfließt, und sehen teilweise auch Schotterfiltergräben oder Drainrohre in besonders feuchten Trassenbereichen vor. Auf Viadukten und Böschungen muss die Böschungsgrabenausbildung die steileren Neigungen und schnellere Wasserabflussgeschwindigkeit berücksichtigen.