Chopper
Englisch: chopper
Verschiedene elektronische Schalter zur Unterbrechung eines Signals unter der Kontrolle eines anderen.
Chopper: elektronischer Schalter, der Gleichstrom in Impulse zerhackt
Ein Chopper ist ein elektronischer Schalter, der einen Gleichstrom oder eine Gleichspannung schnell unterbricht und in eine Reihe von Impulsen umwandelt. Der Schalter öffnet und schließt sich mit einer festen oder variablen Frequenz unter Kontrolle eines separaten Signals, typischerweise eine Rechteckwelle oder ein Taktimpuls. Diese Ein-Aus-Aktion transformiert stabile Gleichleistung in modulierte Impulse, die dann gleichgerichtet, gefiltert oder verwendet werden können, um Motoren und andere Lasten mit variabler Leistungsabgabe zu versorgen.
Chopper arbeiten mit Schaltfrequenzen von einigen hundert Hertz bis zu mehreren Kilohertz, je nach Anwendung und verwendeter Halbleitertechnologie. Frühe Chopper verwendeten elektromechanische Schütze oder vibrierende Zungen; moderne Versionen nutzen Transistoren, Thyristoren oder isolierte Gate-Bipolartransistoren (IGBTs). Das Tastverhältnis, das Verhältnis der Schließzeit zur Gesamtzykluszeit, bestimmt die durchschnittliche Ausgangsspannung oder den Strom und macht Chopper für die Drehzahlregelung von Gleichstrommotoren sowie für die Reduzierung (Step-down) oder Erhöhung (Step-up) der Spannung nützlich.
Chopper finden sich in Gabelstaplern, Grubenfahrzeugen und älteren industriellen Hubsystemen, wo eine sanfte Drehzahlregelung großer Gleichstrommotoren erforderlich war, bevor PWM (Pulsweitenmodulation) zum Standard wurde. Serien-Chopper schalten den Schalter in Serie mit der Last und reduzieren die durchschnittliche Spannung; Parallel-Chopper (oder Boost-Chopper) verwenden einen Schalter und eine Induktivität parallel, um die Spannung zu erhöhen. Die Schaltfrequenz muss hoch genug sein, damit mechanische Lasten die gepulste Eingabe gleichmäßig mitteln; eine zu niedrige Frequenz führt zu ruckeligem Betrieb.
Der Hauptausfallmodus ist der Schalterausfall durch Funkenbildung oder thermische Belastung bei hohen transienten Strömen. Freilaufdioden oder Snubber-Schaltungen sind unverzichtbar, um Spannungsspitzen beim Abschalten induktiver Lasten zu unterdrücken. Der Begriff "Chopper" selbst stammt von der zerhackten, unterbrochenen Natur der Ausgangswellenform; in Funk- und Optikanwendungen erfüllt eine mechanische Chopperschaufel, die mit fester Geschwindigkeit dreht, die gleiche Funktion der Modulation eines kontinuierlichen Signals.
Obwohl Festkörper-PWM-Umrichter diskrete Chopper-Schaltungen in moderner Ausrüstung weitgehend ersetzt haben, bleibt das Chopper-Prinzip grundlegend in der Leistungselektronik. Netzteile, LED-Dimmer und Batterieladegeräte nutzen immer noch das gleiche Ein-Aus-Schalten zur Steuerung der Energieübertragung. Das Verständnis von Choppern ist für Techniker, die an älteren Industrieantrieben arbeiten, unverzichtbar und hilft, zu verstehen, warum höhere Schaltfrequenzen in modernen Schaltnetzteilen bevorzugt werden.