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Drucktechnik

CMY

Initialism für Cyan, Magenta, Gelb

CMY: die drei Farben, die die meisten gedruckten Bilder aufbauen

CMY steht für Cyan, Magenta und Gelb, die drei Grundpigmente im subtraktiven Farbdruck. Wenn Tinten oder Farbstoffe in diesen Farben auf Papier oder Bedruckstoff übereinander gelegt werden, absorbieren sie (subtrahieren) Lichtwellenlängen und erzeugen so das gesamte Spektrum der für das menschliche Auge sichtbaren Farbtöne. Cyan absorbiert rotes Licht, Magenta absorbiert grünes Licht und Gelb absorbiert blaues Licht. Zusammen bilden sie das Fundament für nahezu alle Offsetdruck-, Flexodruck- und Tiefdruckprozesse.

In der Praxis werden CMY-Tinten in separaten Druckgängen oder von separaten Platten aufgetragen, die jeweils ihre eigene Farbe tragen. Eine Vierfarbenmaschine ergänzt diese um Schwarz (K) zu CMYK, was den Kontrast erhöht und tiefere Schatten sowie durchgehend schwarze Texte ermöglicht, ohne sich nur auf die Überlagerung von CMY-Farben zu verlassen. Die Schwarzseparation reduziert auch den Verbrauch teurer Farbinkte bei dunklen Tönen. Der meiste kommerzielle Druck weltweit nutzt CMYK statt reines CMY.

Die Beziehung zwischen CMY und dem RGB-Farbraum (Rot, Grün, Blau) von digitalen Displays erzeugt ein grundlegendes Problem im Druckworkflow. Eine im RGB-Format erstellte digitale Datei muss für den Druckprozess in CMYK umgewandelt werden, und diese Umwandlung führt immer zu einer Farbverschiebung. Profiling, Softproof und sorgfältige Auswahl von Tinten und Bedruckstoff sind notwendig, um die Ergebnisse dem Original nahe zu halten. Unterschiedliche Papiere, Lacke und Tintenmischungen verschieben die CMY-Wiedergabe erheblich.

CMY-Passergenauigkeit, die genaue Ausrichtung jeder Farbebene, ist entscheidend. Selbst eine Passerdifferenz von 0,1 mm wird mit bloßem Auge als Farbsaum oder Lichthof an scharfen Kanten und feinen Texten sichtbar. Moderne Druckmaschinen nutzen automatisierte Systeme und Passermarken, um die Toleranz innerhalb von 0,05 mm zu halten. Rollendruckmaschinen müssen die Passergenauigkeit über die gesamte Bahnbreite und während des Drucks aufrechterhalten, da sich Papiertemperatur und Luftfeuchte ändern.

Die Entscheidung zwischen reinem CMY oder CMYK hängt vom Auftrag ab. Einfache Grafiken, Etiketten und Verpackungen fahren manchmal mit drei Farben, um Kosten und Druckmaschinen-Rüstzeit zu sparen. Mode- und Kunstdrucke können erweiterte Farbsätze (fünf, sechs oder mehr Separationen) erfordern, um Töne zu erreichen, die CMY oder CMYK nicht darstellen können. Pantone und Spezialfarben existieren genau deshalb, weil CMY ein begrenztes Farbspektrum hat.

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