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Bahntechnik

Zielanzeiger

Englisch: destination board

Eine Tafel an der Seite eines Eisenbahnwagens, die anzeigt, wohin der Zug fährt; moderne Varianten können eine Dotmatrix-Anzeigetafel sein.

Zuglaufschild: fahrzeugmontierte Beschilderung für Zugziele

Ein Zuglaufschild ist ein ortsfestes oder abnehmbares Beschilderungsfeld, das an der Außenseite eines Eisenbahnwagens angebracht ist (typischerweise an der Seite oder am Ende) und die Route und den Endbahnhof des Zuges anzeigt. Frühe Schilder waren bemalte Holz- oder Metallplatten, auf denen das Ziel aufgestencelt oder aufgedruckt war; sie konnten von Hand ausgewechselt werden, wenn ein Wagen einer anderen Linie zugeordnet wurde. Moderne Varianten nutzen Dot-Matrix-LED- oder LCD-Anzeigetafeln, die elektronisch vom Betriebshof oder durch das Zugpersonal aktualisiert werden können. Das reduziert manuelle Änderungen und ermöglicht Echtzeitaktualisierungen.

Bei traditionellen Fahrgastwagen erfüllt das Zuglaufschild eine wichtige Orientierungsfunktion: es zeigt Fahrgästen auf dem Bahnsteig, welcher Zug wohin fährt, ohne dass sie einen Fahrplan einsehen oder Personal fragen müssen. Besonders bei Stadt- und Regionalverkehren reduziert ein gut lesbares Zuglaufschild Fahrtfehler und Gedränge. Das Schild muss aus einer Entfernung von mindestens 20 Metern bei Tageslicht und unter Bahnsteigbeleuchtung bei schlechter Sicht lesbar sein; das setzt Vorgaben für Schriftgröße, Kontrast und Abmessungen der Anzeigetafel.

Mechanische Schilder verwendeten Papiereinsätze in Metallrahmen oder Emailletafeln, die verschraubt oder vernietet waren. Emailletafeln hielten länger und widerstand der Witterung besser, erforderten aber von Betriebshofpersonal, sie physisch aus- und einzubauen. Rollblind-Schilder ermöglichten dem Zugpersonal, manuell durch mehrere Ziele zu fahren. Dot-Matrix-Elektroniktafeln kamen in den 1990er Jahren auf und wurden ab den 2000ern Standard auf neugebauten Fahrzeugen. Sie verbrauchen 10 bis 20 Watt pro Tafel und sind in das Steuersystem des Zuges eingebunden, sodass sich das Zuglaufschild automatisch aktualisiert, wenn der Zug einer Linie zugeordnet wird.

Elektronische Tafeln können nicht nur das Ziel, sondern auch Zwischenhaltestellen anzeigen, teilweise mit Laufschrift. Allerdings sind sie anfälliger für Stromausfälle, Feuchtigkeitseintritt und mechanische Ausfälle als statische Schilder. Viele Betreiber halten einige mechanische Ausweichsysteme vor oder lackieren dauerhafte Zielangaben auf die Wagenkörper, falls die Elektronik ausfällt.

Der Begriff 'Zuglaufschild' ist spezifisch für Eisenbahnen; Straßenbahnen und Busse nutzen ähnliche Beschilderung, das Equipment wird in diesen Branchen aber 'Fahrtanzeiger' oder 'Rollband' genannt. Bei Güterwagen werden Zielangaben auf Begleitpapieren festgehalten, nicht am Wagen angezeigt, daher werden dort keine Zuglaufschilder verwendet. Position und Größe des Schilds sind üblicherweise in der Betreibernorm für Fahrzeuge und in nationalen Vorschriften zur Fahrgastinformation festgelegt.

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