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Bahntechnik

Dreiecksgleis

Englisch: triangle

Dreieckige Anordnung von Eisenbahngleisen mit mindestens einer gekrümmten Seite.

Dreieck: Gleisdreieck zum Wenden von Lokomotiven

Ein Dreieck ist eine Gleisanlage aus drei Eisenbahnlinien, die so angeordnet sind, dass eine Lokomotive oder ein Zug von einer beliebigen der drei Richtungen einfahren und in eine der beiden anderen ausfahren kann. Die drei Streckenäste des Dreiecks sind durch Kurven verbunden, typischerweise zwei flache Bögen und eine schärfere Kurve, die eine geschlossene Schleife bilden. Diese Anordnung ermöglicht es dir, eine Lokomotive ohne Drehscheibe oder langes Ausweichgleis zu wenden, was in Rangierbahnhöfen, Betriebswerken und Nebenstrecken unverzichtbar ist, besonders wenn der Platz begrenzt ist oder Wendekapazität erforderlich wird.

Die Geometrie richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Jeder Ast kann mehrere hundert Meter lang sein, und die Kurven sind überhöht und mit Radien bemessen, um eine sichere Fahrt in Betriebsgeschwindigkeit zu ermöglichen. Ein Ast führt oft zur Hauptstrecke, während die anderen beiden Betriebswerksanlagen, Lokschuppen oder Nebenstrecken bedienen. Die Innenwinkel betragen niemals genau 60 Grad: Die tatsächliche Geometrie wird durch Topografie, bestehende Gleisausrichtungen und sichere Kurvenradien für das verwendete Rollmaterial bestimmt.

Betrieb und Grenzen

Im Betrieb kann eine Lokomotive das Dreieck über einen beliebigen Ast einfahren und über einen der beiden anderen ausfahren. Diese Flexibilität ermöglicht es, einen auf der Hauptstrecke ankommenden Zug zu wenden und zurückzusenden, ohne dass er ein Stumpfgleis anfahren muss. Allerdings erfordert ein Dreieck sorgfältige Gleisunterhaltung, da die Kurven starke konzentrierte Belastungen tragen; die schärferen Kurven verschleißen besonders schnell an Schienen und Radkränzen. Die Weichen an jeder Gleisverbindung müssen richtig eingestellt und in gutem Zustand gehalten werden, da Fahrten über die Gegenspitzweiche des Dreiecks häufig vorkommen.

Dreiecke finden sich am häufigsten auf Nebenstrecken und in ländlicher Eisenbahninfrastruktur, wo Personen- oder Güterzüge an Zwischenpunkten die Fahrtrichtung wechseln. Sie sind weniger verbreitet auf modernen Hauptstrecken, wo separate Drehscheiben oder Schleifenlinien bevorzugt werden. Der Name kommt von der offensichtlichen dreieckigen Gleisgeometrie; es ist eine rein beschreibende Bezeichnung ohne Bezug zu einem Erfinder oder einer Norm.

Wenn ein Dreieck nicht mehr benutzt wird, wird das Gelände in der Mitte oft rückgebaut. Die Anlage kann auch teilweise abgebaut werden, wenn nur noch zwei Äste in Betrieb sind, obwohl dies selten vorkommt, weil die dreigleisige Flexibilität der eigentliche Sinn der Anlage ist.

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