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Kfz-Technik

Selbstzündung

Englisch: diesel

Dass ein Fremdzündungsmotor weiterlaufen kann, nachdem der Strom zu den Zündkerzen unterbrochen wurde, weil die Wärmemenge in der Brennkammer ausreicht, das Luft-Kraft-Gemisch ohne Zündfunken zu entzünden, ähnlich wie Hitze und Druck in einem Dieselmotor zur Zündung führen.

Diesel: Motor läuft nach dem Ausschalten weiter

Dieseln tritt auf, wenn ein Fremdzündungsbenzinmotor nach dem Ausschalten der Zündung weiterläuft und zündet. Der Motor arbeitet von selbst, die Zylinder zünden ohne Impulse der Zündkerzen, bis die Restwärme in der Brennkammer unter die Zündtemperatur des Kraftstoffgemischs abfällt oder der Kraftstoffmangel den Prozess stoppt. Das Phänomen ist nach Rudolf Diesels Selbstzündungsprinzip benannt, kommt aber unerwünscht bei Benzinmotoren vor und ist das Gegenteil des normalen Dieselmotorbetriebs.

Dieseln passiert, weil die Brennkammer noch genug Restwärme aus den letzten Zündzyklen gespeichert hat, um frisches Kraftstoff- und Luftgemisch ohne externe Zündung zu zünden. Kohlenstoffablagerungen am Zylinderkopf, auf der Kolbenkrone und an den Ventilen erhöhen die lokale Temperatur zusätzlich und wirken als Glühpunkte. Das kommt häufig bei älteren oder schlecht gewarteten Motoren mit hohem Verdichtungsverhältnis vor, oder bei Motoren mit niedriger Oktan-Hochtemperatur-Kraftstoffen, die heißer verbrennen und leichter Kohlenstoff ablagern. Moderne Motoren mit besseren Kühlsystemen und besserer Kraftstoffqualität zeigen das Problem selten.

Bedeutung in der Werkstatt

Dieseln ist meist harmlos, deutet aber auf Probleme hin. Starke Kohlenstoffablagerungen, ein fehlerhafter Wärmeklappenschalter oder eine falsch eingestellte Zündverstellung können das Phänomen fördern. Wenn ein Motor stark dieselt, können danach Rauheit im Leerlauf, Abwürgen oder schwieriges Starten folgen, wenn der Motor abkühlt. Manche Mechaniker nutzen es als diagnostisches Zeichen, dass ein Motor zu heiß läuft oder zu mager fährt. In seltenen Fällen kann andauerndes Dieseln den Startmotor beschädigen, wenn der Motor heftig dreht, während Kraftstoff einströmt und verbrennt.

Mechaniker sahen Dieseln früher häufig bei Vergasermotoren aus den 1960er und 1970er Jahren, besonders in heißen Klimazonen oder in der Höhe. Die Abhilfe war einfach: höheroktanigen Kraftstoff verwenden, die Brennkammer reinigen, die Zündverstellkurve prüfen und das Kühlsystem überprüfen. Kraftstoffzusätze, die die Oktanzahl erhöhen oder Kohlenstoffbildung unterdrücken, wurden dafür vermarktet. Elektronische Benzineinspritzung und präzise Zündkontrolle in modernen Motoren haben Dieseln im normalen Betrieb fast zum Aussterben gebracht.

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