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Luftfahrttechnik

Vorflügel

Englisch: droop

Ein bewegliches Teil der Flügelvorderkante eines Flugzeugs, das sich nach unten schwenkt, um den Auftrieb beim Start und bei der Landung zu erhöhen.

Droop: Wölbungsklappe an der Flügelvorderkante für Auftrieb bei niedriger Geschwindigkeit

Ein Droop ist eine angeschlagene Fläche an der Flügelvorderkante, die innenseitig der Vorflügel und vor der Hauptflügelstruktur angebracht ist. Beim Start und bei der Landung klappt sie um einen festen Winkel nach unten, typischerweise 5 bis 15 Grad je nach Flugzeugtyp, um die Flügelwölbung zu vergrößern und bei niedriger Fluggeschwindigkeit zusätzlichen Auftrieb zu erzeugen, wenn sich das Flugzeug nicht auf hohe Strömungsgeschwindigkeit über dem Flügel verlassen kann.

Im Gegensatz zu Vorflügeln, die nach vorne gleiten und einen Spalt bilden, um einen Strömungsabriss zu verzögern, erhöht der Droop die Wölbung ohne seitliche Verschiebung. Der Droop ist mechanisch einfacher aufgebaut: Er schwenkt um eine Drehachse und wird durch Hydraulikzylinder oder bei kleineren Flugzeugen durch Bowdenzüge angetrieben, die mit dem Flugsteuerungssystem verbunden sind. Nach dem Abheben und mit zunehmender Geschwindigkeit fährt der Droop flush mit der Vorderkante ein, um das aerodynamische Cruise-Profil des Flügels wiederherzustellen und den Widerstand zu reduzieren.

Varianten und Betrieb

Einige Flugzeuge verwenden Droops nur auf den innenseitigen Flügelabschnitten, andere über die gesamte Vorderkante. Bei Turboprops und Regionalflugzeugen arbeiten Droops häufig mit Vorflügeln zusammen: Der Droop übernimmt die anfängliche Erhöhung des Anstellwinkels während des Startvorgangs und des Steigflugs, während Vorflügel bei größeren Winkeln separat ausfahren. Der Droop wird normalerweise als eine Einheit durch einen Schalter im Cockpit oder bei modernen Flugzeugen automatisch über den Flugsteuerungscomputer gesteuert.

Die Wartung konzentriert sich auf Lagerverschleiß, Korrosion an den Zylinderkolbenstangen und Verspannungsdrift. Ein Droop, der nicht sauber in die Cruise-Position zurückfährt, erzeugt einen asymmetrischen Widerstandsnachteil und Stabilitätsprobleme. Eisansammlung an der Vorderkante kann den Droop-Mechanismus blockieren, daher sind Enteisungsflüssigkeit und thermische Enteisungssysteme bei Verkehrsflugzeugen Standard. Techniker prüfen die Droop-Position bei jeder Vorflugtprüfung und kontrollieren die Zylinderdruck während wiederkehrender Inspektionen.

Der Begriff Droop spiegelt die buchstäbliche Bewegung wider: Die Fläche klappt herab, anstatt zu gleiten oder sich auszufahren. In der Luftfahrttechnik stehen Droops in der Hierarchie unter Vorflügeln und Landeklappen, da sie weniger Gesamtauftriebszuwachs bieten, aber eine komplementäre Rolle im Flugbereich niedriger Geschwindigkeit spielen. Ihre Präsenz am Flugzeug ist für Piloten und Passagiere oft unsichtbar, aber für sichere Start- und Landeflugzeugleistungen unerlässlich, besonders bei Flügen von Kurzstreckenflugplätzen oder unter Höhe-Hitze-Bedingungen.

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