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Bergbau und Gewinnung

Trockengebläse

Englisch: dry blower

Maschine, die mit einem Luftgebläse leichte Feinkörner wegbläst, um schwere Feinkörner und größere Stücke aus Roherz anzureichern; das Konzentrat kann dann weiterverarbeitet werden.

Trockengebläse: luftgestützter Feinseparator für Seifenerzwäsche

Ein Trockengebläse ist ein tragbares Trenngerät, das mit einem motorgetriebenen Gebläse arbeitet. Es erzeugt einen Luftstrom, der stark genug ist, um feinen Staub und leichte Partikel fortzutragen, während schwereres Material nach unten fällt und sich sammelt. Der Bediener gibt rohes Waschwergut, Kies oder Erz oben in ein geneigtes Sieb oder einen Trichter ein. Während das Material nach unten gleitet, zieht das Gebläse Luft horizontal durch die fallenden Partikel und bläst leichte Abfallprodukte (Feines, Tonstaub und leichteres Gestein) zur Seite weg, während dichteres goldhaltiges Material und Steine in Auffangbehälter darunter fallen.

Diese Maschinen sind am häufigsten in Klein- und Handwerksbetrieben des Goldabbaus anzutreffen, besonders bei Seifenerzwäsche, wo das Waschwergut bereits durch Seifen oder Pfannen gewonnen wurde. Ein typisches Trockengebläse verarbeitet je nach Korngrößenverteilung und Feuchtegehalt etwa 0,5 bis 2 Kubikmeter Material pro Stunde. Die Luftgeschwindigkeit ist meist über Drosselklappe oder Schaufelwinkel regelbar, sodass der Bediener die Trennung an verschiedene Erzqualitäten und Zusammensetzungen anpassen kann. Einige Modelle laufen mit Benzinmotor (üblicherweise 5 bis 15 PS), andere mit Elektromotoren, die von Stromaggregaten vor Ort versorgt werden.

Feuchte im Aufgabematerial ist das größte betriebliche Problem. Auch leicht feuchte Feinstoffe blasen nicht sauber weg, sondern verklumpen, was die Effizienz senkt und die Sieboberfläche blockiert. Darum arbeiten Trockengebläse am besten mit natürlicherweise trockenen Seifenerzlagerstätten oder mit Material, das vorher sonnentrocknend gelagert wurde. Feuchte Erze und oxidierte Kupfer- oder Zinnerze erfordern alternative Aufbereitungsverfahren wie Nasspendelseparatoren oder Flotationszellen.

Bauarten und Einsatz im Aufbereitungsprozess

Ein Trockengebläse sitzt nach der Vorwäsche und Vorsiebtung, aber vor den Feinstufen. Manche Betriebe nutzen es, um ein Rohkonzentrat herzustellen, das noch 10 bis 30 Prozent Abgangsgestein und leichte Mineralien enthält. Dieses geht dann zu einem Pendeltisch, Herd oder einer Pfanne zur Endaufbereitung. Fortgeschrittene Trockengebläse verfügen vor der Blaserstufe über eine Trommel oder ein Vibrationssieb und können so große Steine vorher entfernen. Tragbare Modelle sind in Kleinminen Standard, weil sie keine Wasserzufuhr benötigen und nur minimale Infrastruktur erfordern; feste Anlagen in größeren Mühlen sind seltener, da wassergepufferte Gewinnungsverfahren normalerweise bessere Ausbeuten bei niedrigeren Staubemissionen ergeben.

Der Begriff "Trockengebläse" betont den wasserfreien Charakter des Verfahrens und unterscheidet es von nassgravitativen Trennmethoden. In älteren Texten heißt es manchmal "Winnower", aber dieser Begriff gilt heute hauptsächlich für Getreidreinigung in der Landwirtschaft. Staubbekämpfung ist ein praktisches Anliegen: Bediener sollten Atemschutz tragen und die Auswurfrinne weg von bewohnten Flächen positionieren. Der Abfallstrom (ausgeblasene Feinstoffe) führt oft feines Gold mit, darum führen manche Bergleute ihn durch Sekundärgewinnung statt ihn zu verwerfen.

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