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Drucktechnik

Ausfall

Englisch: fall out

verbDrucktechnikobsolete

Das Herausfallen von Druckmaterial, wenn die Sperrkeile durch Feuchtigkeitsaufnahme gelockert werden.

Ausfall: Type lockert sich, wenn Schließkeile Feuchtigkeit aufnehmen

Im Buchdruck beschreibt Ausfall die unerwünschte Auswerfung von Bleitypen oder anderem Material aus dem Satz (dem in die Druckform eingesperrten Typenblock) während eines Drucklaufs. Die Type fällt buchstäblich aus ihrer Position heraus, unterbricht den Druck und verstreut die Schriften oft über das Druckbett oder den Boden.

Die mechanische Ursache war Feuchtigkeitseintritt in die Schließkeile, die hölzernen oder metallenen Keile, die den Satz straff in der Druckform hielten. Holzkeile, weit verbreitet bei Handpressen und frühen Dampfpressen, quellen auf, wenn sie Feuchtigkeit von Reinigungswasser, Dampf oder feuchter Werkstattluft ausgesetzt sind. Bei der Ausdehnung verringerte sich der Druck, den sie auf den Satz ausübten, sodass die Type verrutschen und sich trennen konnte. Metallkeile aus Stahl oder Gusseisen konnten an ihren Druckflächen rosten oder korrodieren und verloren an Halt. In beiden Fällen wurde die Type locker genug, um unter dem mechanischen Schlag des Drucktisches auf dem Satz aus der Position zu gehen.

Ausfall war auf schnelllaufenden Zylinder- und Stopfmaschinen am gefährlichsten, wo die Aufprallkräfte am größten waren. Ein einzelnes Stück Type, das aus dem Satz fiel, konnte den Drucker treffen, die Druckoberfläche beschädigen oder eine Lücke hinterlassen, die beim Druck als Weißraum sichtbar wurde. Wiederholter Ausfall bei einem Drucklauf deutete auf mangelhafte Keilpflege, unzureichenden Satzdruck oder ungünstige Bedingungen in der Druckerei hin.

Vorbeugung und der Wechsel zu modernem Verschluss

Drucker minderten das Risiko durch sorgfältige Lagerung der Keile in trockenen Bedingungen, regelmäßige Kontrolle der Keiloberflächen und Gewinde sowie Druckeinstellung vor schnellen Läufen. Die Einführung mechanischer und pneumatischer Keilsysteme in der Mitte des 20. Jahrhunderts, zusammen mit speziellen Verschlussbügeln, machte den Ausfall überflüssig. Moderne Pressen verwenden hydraulische oder schraubenbasierte Verschlusssysteme, die nicht von Quellung oder Korrosion abhängig sind.

Der Begriff ist aus dem aktiven Druckfachvokabular weitgehend verschwunden, da Bleitype nach der Ankunft des Fotosatzes in den 1960er und 1970er Jahren weniger gebräuchlich wurde. Archive und Hobby-Buchdruckereien kennen den Ausdruck noch, aber er beschreibt jetzt einen historischen Fehler als Betriebsproblem.

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