Klafter
Englisch: fathom
Menschliche Armspanne, üblicherweise auf etwa sechs Fuß (etwa 1,8 Meter) festgelegt. Später zur Messung der Wassertiefe verwendet, mittlerweile außerhalb des amerikanischen Sprachgebrauchs allgemein durch den Meter ersetzt.
Faden: eine Maßeinheit von sechs Fuß zum Lotmessen von Wassertiefen
Ein Faden ist eine Längeneinheit gleich sechs Fuß oder ungefähr 1,83 Meter. Sie entstand als praktische Messgröße: die Spannweite, die ein Mensch mit ausgebreiteten Armen erreicht, verwendet von Seeleuten und Fischern um Seil- und Schnurlängen zu schätzen. Der Begriff stammt vom Altenglischen faeth, was Umarmung oder der von den Armen umschlossene Raum bedeutet.
In der Schiffsarbeit wurde der Faden zur standardisierten Haupteinheit für die Messung von Wassertiefen. Ein Lotsenmann warf eine Messleine, die in Faden-Abständen markiert war (mit Knoten, Lederstreifen oder Stofflappen), um festzustellen, ob ein Schiff sicheren Abstand über dem Meeresgrund hatte. Eine typische Messleine trug Markierungen bei 2, 3, 5, 7, 10, 13, 15, 17 und 20 Faden. Seekarten mit der Angabe "4 Faden" bedeuteten 24 Fuß Wassertiefe, eine kritische Unterscheidung für Handelsschiffe mit einem Tiefgang von 12 bis 16 Fuß.
Der Faden bleibt in der amerikanischen Schifffahrtspraxis, auf Navigationskarten und in der Fischereiverwaltung bestehen, wo Tiefenangaben immer noch in Faden statt Metern erscheinen. Seekarten von U.S. Behörden, Hafenbehörden und Fischgründen verwenden weiterhin diese Einheit. Fischer, die mit Fallen, Netzen und Echoloten in nordamerikanischen Gewässern arbeiten, rechnen routinemäßig in Faden; eine typische Küstengewässertiefe könnte mit 8 bis 12 Faden angegeben werden.
Außerhalb Nordamerikas ersetzte der Meter den Faden im 20. Jahrhundert, besonders nachdem elektronische Messungen die logarithmische Umrechnung weniger belastend machten. Allerdings bedeuteten die amerikanische Schifffahrtsinfrastruktur, über Jahrhunderte angesammelte Tiefendaten und etablierte Sicherheitsspannen auf Faden-Grundlagen, dass eine vollständige Umstellung unpraktisch blieb. Verwechslungen zwischen den Systemen stellen eine echte Gefahr in internationalen Gewässern dar; ein Lotse, der an Meter gewöhnt ist und eine Faden-gekennzeichnete Karte ohne Umrechnung liest, riskiert kritische Fehleinschätzung.
Modernes Marine-GPS und elektronische Karten ermöglichen es der Software, Tiefenangaben in beiden Einheiten anzuzeigen, aber der Faden bleibt in der Schifffahrtskultur verankert. Das Verständnis dafür ist unverzichtbar für jeden, der traditionelle amerikanische Karten liest, Fischereiregelungen interpretiert oder mit erfahrenen Bootsleuten kommuniziert, die eher in Armspannen als in dezimalen Vielfachen denken.