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Bergbau und Gewinnung

felsisch

Englisch: felsic

Angereichert mit Mineralen, die überwiegend aus leichteren Elementen wie Silizium, Sauerstoff, Aluminium, Natrium und Kalium bestehen.

Felsit: hellgefärbtes Gestein reich an Kieselsäure und Alkalimetallen

Felsitisches Gestein ist Magmatit, das von hellgefärbten Mineralen dominiert wird: Quarz, Feldspäte (besonders Plagioklas-Feldspäte reich an Natrium und Kalium) und Muskovit-Glimmer. Diese Minerale sind aus Kieselsäure (SiO2) und Alkalielementen aufgebaut, weshalb der Begriff existiert: "Fel" von Feldspat und "sit" von Silizium. Das resultierende Gestein ist typischerweise hellgrau, rosa oder weiß gefärbt, hat eine niedrige Dichte im Vergleich zu mafitischen Gesteinen und einen Kieselsäureanteil über 65 Prozent nach Gewicht.

Granit ist das Paradebeispiel für felsitisches Gestein. Durch langsame Erstarrung von Magma in der Tiefe entstanden, spiegeln die großen Kristalle des Granits eine verlängerte Kristallisationsdauer wider. Rhyolit ist sein vulkanisches Äquivalent, aus Vulkanen ausgebrochen und schnell erstarrt zu feinkristalliner Textur. Pegmatit, eine extreme Variante, zeigt sehr grobkristalline Strukturen und konzentriert häufig seltene Elemente wie Lithium, Beryllium und Tantal, was es wertvoll für spezielle Gewinnung macht. Aplít stellt das andere Extrem dar: sehr feinkristallines felsitisches Gestein, das an den Rändern von Magma entsteht, wo die Erstarrung schnell erfolgt.

Wirtschaftliche Bedeutung und Gewinnungsschwierigkeiten

Felsitische Gesteine werden für Schotter, Dekorationssteine und Quarzsand abgebaut. Der Granitabbau erfolgt durch Bohren, Sprengen und Blockgewinnung; Dimensionssteine erzielen höhere Preise als Schüttmaterial. Feldspat selbst wird aus Pegmatiten und Graniten für Keramik, Glasherstellung und Emailleproduktion gewonnen. Die vorhandenen Minerale bestimmen den Wert: Kalium-Feldspat wird für einige Anwendungen gegenüber Plagioklas bevorzugt.

Die Aufbereitung felsitischen Gesteins stellt weniger metallurgische Herausforderungen dar als mafitisches Material, da der Eisen- und Magnesiumgehalt gering ist. Allerdings erschwert die Härte von Quarz das Zerkleinern und Mahlen. Die Verwitterung von Feldspäten kann Tonminerale und gelöste Kieselsäure erzeugen, was die nachgelagerte Handhabung beeinflusst. In manchen Geländen erzeugt tiefe chemische Verwitterung von Granit Saprolith (zersetzte, aber unverfestigte Granitkomponenten), das vom intakten frischen Gestein bei Grabungen und Aufbereitung unterschieden werden muss.

Der Begriff "felsitisch" ist in der Exploration und Ressourcenklassifizierung wesentlich, weil er sowohl Gesteinsfestigkeit als auch Mineralvergesellschaftung vorhersagt. Felsitische Intrusionen deuten häufig auf günstiges Gelände für bestimmte Lagerstättentypen hin. In der Bergbaugeologie hilft die Unterscheidung zwischen felsitischem und mafitischem Nebengestein bei der Festlegung von Bohrtiefe, Sprengdesign und Wassermanagement während der Gewinnung.

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