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Bauwesen

Futter anbringen

Englisch: fur

Eine Fläche durch Anbringung von Konterlattung ebenen.

Unterkonstruktion: eine Oberfläche aufbauen, um ebene Flächen zu schaffen

Unterkonstruktion bedeutet, dünne Materialstreifen, sogenannte Unterleglatten, auf einer bestehenden Oberfläche zu befestigen, um eine neue Ebene zu schaffen, die eben, lotrecht oder richtig abständig ist. Eine Unterkonstruktion verwandelt einen unebenen oder ungeeigneten Untergrund in einen, der Oberflächenmaterialien wie Gipskarton, Beläge oder Verkleidungen aufnehmen kann. Das Verb beschreibt den Prozess selbst; das Substantiv Unterkonstruktion kann sich auf die anzubringenden Streifen oder das fertige System beziehen.

Unterleglatten bestehen üblicherweise aus Holz (1 x 2 Zoll oder 1 x 3 Zoll Bauholz) oder Metallprofile und werden horizontal oder vertikal auf Beton, Mauerwerk, vorhandene Ständer oder andere Strukturelemente befestigt. Ein Handwerker baut eine Kellerwand mit Unterkonstruktion aus, um Unebenheiten zu überbrücken und einen Hohlraum für Dämmstoffe und Leitungen zu schaffen. Ein Fußboden wird mit Unterleglatten ausgeführt, wenn Balken uneben aufliegen; man verwendet Keile oder neue Streifen auf den Balkentop, um eine ebene Fläche für die Unterkonstruktion zu erhalten. Metallprofile sind im gewerblichen Bereich üblich und bieten bessere Maßstabilität als Holz.

Abstand und Ausrichtung der Unterleglatten hängen vom Oberflächenmaterial ab. Gipskarton erfordert üblicherweise Unterleglatten alle 40 oder 60 cm. Fliesen- oder Natursteinverkleidung können engere Abstände und dickere Streifen erfordern, um das Gewicht zu tragen und Untergrundbewegungen zuzulassen. Vor der Befestigung muss der Untergrund auf Fäulnis, lose Teile und strukturelle Unversehrtheit geprüft werden. Die Befestigungsmittel werden je nach Streifenmaterial und Untergrund gewählt: Mauerwerksanker für Beton, Nägel oder Pulvernagel für bestehendes Holz und selbstbohrende Schrauben für Metall-auf-Metall-Verbindungen.

Varianten und Besonderheiten

Eine Kellerwand mit Unterkonstruktion und versiegeltem Hohlraum erfordert Abstimmung mit Entwässerung und Dampfsperren. Feuchte zwischen Konstruktion und Wand kann Fäulnis und Schimmel verursachen. Unterkonstruktionen um Rohrdurchführungen, Elektroboxen und Fensterrahmen erfordern sorgfältige Ausführung, um Luftdichtheit nach Vorschrift und Dämmstoffe zu gewährleisten. Eine zu dicke Unterkonstruktion bei Fußboden oder Wand vermindert nutzbaren Raum und erhöht Materialkosten; eine zu dünne hinterlässt Unebenheiten, die nach Oberflächenbehandlung sichtbar werden.

Der Begriff stammt vermutlich vom Altfranzösischen fourrer, was so viel wie auskleiden oder polstern bedeutet und die wörtliche Handlung ausdrückt: eine raue Oberfläche mit einer schützenden, ausgleichenden Schicht überdecken. Im zeitgenössischen Hochbau ist Unterkonstruktion routinemäßig bei Renovierungen und Ertüchtigungen, wo sie das Problem unvollkommener Bestandsbedingungen schneller und billiger löst als Abriss und Neubau des Untergrunds.

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