Setzrahmen
Englisch: galley
Ein längliches Tablett aus Holz oder Messing mit aufrechten Seitenkanten zum Aufnahmen von gesetztem oder zu verarbeitendem Schriftsatz.
Setzschiff: Die Arbeitsplatte des Schriftsetzers
Ein Setzschiff ist eine flache, rechteckige Schale, früher traditionell aus Holz oder Messing gefertigt, die verwendet wird, um Bleilettern während des Satzes und der Umbrucharbeiten in der Buchdruckerei zu halten und zu organisieren. Die Schale liegt flach auf der Arbeitsfläche des Schriftsetzers und hat leicht erhöhte Ränder, um zu verhindern, dass die Lettern herausfallen. Setzschiffe gibt es in Standardbreiten (normalerweise passend zu den Spaltenbreiten üblicher Seitenformate) und Längen von etwa 45 bis 90 Zentimetern, sodass der Schriftsetzer eine vollständige Satzzeile ansammeln kann, bevor er sie ins Druckform übernimmt.
Das Setzschiff dient als Lager- und Bereitstellungsfläche. Während der Schriftsetzer den Text Buchstabe für Buchstabe mit der Winkelhake setzt, werden die fertigen Zeilen ins Setzschiff übertragen, wo sie in der Reihenfolge liegen, in der sie gedruckt werden. Eine einzelne Seite kann mehrere Setzschiffe erfordern, wobei Zeilen angesammelt, beim Ausgleich überprüft und als Probedruck kontrolliert werden, bevor die nächste Phase beginnt. Die glatte, ebene Oberfläche ermöglicht leichtes Verschieben der Lettern, während die erhöhten Ränder vor Unfällen schützen, die Monate sorgfältiger Arbeit auf dem Fußboden verstreuen würden.
Ausführungen und Materialien
Moderne Setzschiffe bestehen normalerweise aus Gusseisen oder Stahl, manchmal mit polierter Oberfläche, um Reibung zu verringern. Ältere Exemplare waren aus Holz (besonders Hartholz wie Ahorn) mit Messing- oder Stahlleisten an der Unterseite, wo die meiste Reibung auftritt. Einige Schriftsetzer bevorzugen Eisen wegen seines Gewichts und seiner Stabilität, andere schätzen die etwas glattere Oberfläche von messingverkleidetes Holz. Setzschiffe für schmale Spalten werden Halbsetzschiffe genannt. Die Tiefe des Schiffs ist gering, normalerweise etwa 4 bis 5 Zentimeter, gerade genug, um die Lettern sicher zu halten, ohne wertvollen Platz zu verschwenden.
Verschleiß auf der Oberfläche eines Setzschiffs ist unvermeidlich. Das wiederholte Verschieben von Tausenden von Lettern raut die Oberfläche selbst bei Stahl oder Messing allmählich auf; ein Schriftsetzer kann sein Setzschiff zu einem Buchbinder bringen, um die Arbeitsfläche nachschleifen und polieren zu lassen, wenn die Reibung problematisch wird. Ein verbogenes oder verbeultes Setzschiff kann dazu führen, dass Lettern klemmen oder uneben liegen und Fehler im Umbruch verursachen. Die Oberfläche sauber und trocken zu halten, verhindert Rost und erhält die reibungslose Funktion, die für effiziente Arbeit erforderlich ist.
Der Name Setzschiff stammt von seiner Ähnlichkeit mit einem offenen Boot oder einer Galeere, was sowohl seine Form als auch seine historische Rolle als Transportmittel für die Arbeit des Schriftsetzers von einer Produktionsphase zur nächsten widerspiegelt. Moderne digitale Arbeitsabläufe haben das physische Setzschiff in gewerblichen Druckereien obsolet gemacht, aber es bleibt Standardausrüstung in Druckwerkstätten, Lehrwerkstätten und bei Feindruckern, die mit Bleilettern arbeiten.