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Werkstattsprache und Slang

GOBLin

Akronym der Gospel Oak to Barking Line, einer Eisenbahnlinie in Nordlondon.

GOBLin: Londons querverbindende Schienenkorridpr

Die Gospel Oak to Barking Line, in der Eisenbahn-Fachsprache GOBLin genannt, ist eine 17,3 Meilen lange Orbitalstrecke quer durch Nord- und Ostlondon, die zwei äußere Endstationen verbindet, ohne das Stadtzentrum zu durchqueren. Sie führt vom Gospel Oak in Nordwestlondon über Kentish Town, Canonbury und Rectory Road bis zur Endstation Barking und erschließt Wohngebiete und untergeordnete Zentren statt großer Verkehrsknotenpunkte. Die Strecke befördert Personen- und gelegentliche Güterverkehr und unterscheidet sich damit funktional von Londons radialen Hauptstrecken, die zentrale Bahnhöfe bedienen.

Die Route stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und wurde in Etappen von verschiedenen Betreibern gebaut, bevor sie konsolidiert wurde. Ihre Lage macht sie wertvoll für Querverbindungen, die sonst eine Fahrt ins Zentrum und wieder hinaus erfordern würden. Die Strecke hat mehrere Modernisierungen durchlaufen, unter anderem die Einführung automatisierter Zugbetriebe auf bestimmten Abschnitten, aber die Infrastruktur ist gemischten Alters mit einer Mischung aus viktorianischen und Umspannwerken des 20. Jahrhunderts, Stellwerken und Gleisgeometrie.

Betriebliche Merkmale und Beschränkungen

GOBLin wird mit relativ leichten und häufigen Leistungen im Vergleich zu den Hauptstrecken betrieben, die King's Cross oder Liverpool Street bedienen. Das Signalisierungssystem ist über die gesamte Länge unterschiedlich, wobei einige Abschnitte noch ältere Relaisstellwerke statt moderner Halbleiterschaltungen verwenden. Geschwindigkeitsbegrenzungen sind in Wohngebieten häufig, viele Abschnitte fahren mit 40 mph statt der 50 bis 60 mph auf Außenlinien. Die Strecke teilt Gleise mit der East London Line südlich von Canada Water, was zeitliche Abhängigkeiten und Wartungsfenster schafft, die sorgfältig mit TfL-Betrieben abgestimmt werden müssen.

Infrastruktureinschränkungen begrenzen die aktuelle und geplante Leistung. Mehrere viktorianische Viadukte und Dämme tragen beschränkte Achslasten; modernes Rollmaterial nähert sich den Grenzen dessen, was der Untergrund verkraftet. Tunnelabschnitte durch Nordlondon haben begrenzte Durchfahrtshöhen. Diese physischen Beschränkungen prägen die Verkehrsplanung und bewirken, dass auch mit neuer Wagenbeschaffung Frequenzverbesserungen stark von Gleiserneuerungs- oder Verstärkungsprojekten abhängen, die teuer sind und den Betrieb erheblich beeinträchtigen.

Unter dem Personal und bei Eisenbahnfreunden ist GOBLin zur Standard-Kurzform geworden, weil der Vollname in Arbeitsdokumenten und Funkverkehr unhandlich ist. Das Kürzel erscheint in Besatzungslisten, Depot-Zuweisungen und Infrastruktur-Wartungsplänen. Es unterscheidet diese Strecke klar von Circle, District und Metropolitan Line, mit denen sie teilweise Korridore nutzt oder um ähnliche Verkehre konkurriert, weshalb das Kürzel unter Betriebsdruck wichtige Fachsprache ist.

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