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Drucktechnik

Gods

Englisch: gods

Die Quadrate, die Drucker beim Aufwerfen auf dem Schießstein verwenden, ähnlich der Bewegung beim Würfelspiel.

Gods: die hölzernen Abstandskeile, die ein Drucker zum Füllen des Steins verwendet

Beim handwerklichen Bleisatz sind Gods kleine hölzerne Quadrate, normalerweise zwischen 12 und 24 Punkt Stärke, die zum Füllen von Leerraum auf dem Druckstein dienen. Ein Drucker nimmt eine Handvoll und wirft sie auf den Stein, ähnlich wie beim Würfelspiel, um sie rund um die Schriftformen zu verteilen und diese zu stabilisieren. Der Name leitet sich direkt von dieser Wurfbewegung und dem Zufallselement ihrer Platzierung ab, obwohl ihre endgültige Position immer von Hand nachreguliert wird, um richtige Ausschießung und Sperrung zu gewährleisten.

Gods unterscheiden sich von gewöhnlichem Ausgleichmaterial in ihrer Funktion und Größe. Während Regletten und Durchschüsse spezifische Zeilenlücken präzise füllen, dienen Gods einer gröberen Füllaufgabe und fassen Menge rund um die zusammengesetzten Formen auf, bevor Blindmaterial und Keile alles gegen das Schießgewehr festsperren. Sie sind günstiger in der Herstellung als fertiges Ausgleichmaterial und werden aus Kopf- oder Seitenschnitt gefertigt, oft aus Birke oder Buche, ausgewählt für Widerstandsfähigkeit bei wiederholtem Werfen und Verschieben.

Unterschiedliche Verwendung und regionale Bezeichnungen

Der Begriff ist am häufigsten in britischen Druckereien anzutreffen, obwohl amerikanische und kontinentale Drucker das gleiche Werkzeug unter anderen Namen kannten. Manche nannten sie Backsteine oder Blöcke. Die Praxis war unverzichtbar beim Zeitungs- und Akzidenzdruck, wo Geschwindigkeit zählte und präzises Ausgleichen erst nach der groben Füllung erfolgte. In größeren Druckereien wurden sie manchmal aus Metall gegossen, aber Holz blieb Standard wegen seiner Kosteneffizienz und Gewichtseigenschaften.

Ein Drucker konnte Gods verwenden, um eine drei Zoll breite Lücke rund um eine Schriftform zu füllen, bevor die sorgfältigere Arbeit des Einbaus von Blindmaterial und Treiben der Keile begann. Der Stein wurde damit bestreut, dann wurden Anpassungen vorgenommen, um sicherzustellen, dass die Form eben aufliegend und sicher gesperrt war. Eine Form, die nicht richtig mit Gods gebettet war, konnte beim Druck verrutschen und den Abdruck verderben und Zeit sowie Papier verschwenden.

Der Rückgang des handwerklichen Satzes machte Gods um die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts überflüssig. Linotype und Monotype Maschinen eliminierten die gesamte Arbeitsablauf auf dem Druckstein. Heute überlebt der Begriff hauptsächlich im Vokabular von Druckhistorikern und Handwerker der Craft-Revival-Bewegung, ein Überbleibsel aus der Zeit, als die Geschwindigkeit der Handverteilung und das Gefühl für den Stein für die tägliche Produktion zählten.

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