Two-line Double Pica
Englisch: two-line double pica
Schriftgröße zwischen Two-line Great Primer und Canon, genormt auf 44 Punkt.
Zweizeilige doppelte Pica; ein 44-Punkt-Schriftgrad, heute historisch
Die zweizeilige doppelte Pica war ein standardisierter Bleisatzgrad, der in der Handsatztechnik und im Buchdruck verwendet wurde und 44 Punkte maß. Der Name bezieht sich auf die Höhe im Verhältnis zur Pica, einer traditionellen Druckermaßeinheit, bei der eine Pica 12 Punkte entspricht. Diese Größe war groß genug, um zwei Zeilen der standardmäßigen Pica-Messung zu umfassen, daher der Name "zweizeilig", und entsprach ungefähr der doppelten Breite eines Pica-Gevierts.
Der Schriftgrad war Teil eines hierarchischen Systems von Auszeichnungsschriften, das Drucker für Plakate, Flugblätter und andere großformatige Arbeiten vorhielten. Die zweizeilige doppelte Pica nahm hier eine mittlere Position ein: größer als die zweizeilige Great Primer (36-Punkt), aber kleiner als Canon (48-Punkt). Gießereien gossen diese Größen in Serifen- und serifenlosen Designs, wobei die Verfügbarkeit je nach Hersteller und Zeit unterschiedlich war. Die spezifische 44-Punkt-Messung war nicht überall einheitlich, und es gibt historische Unterschiede in verschiedenen Gießstandards.
Setzer, die mit Auszeichnungsschrift arbeiteten, holten sich Typen aus Holzsatzkästen oder Bleisatzschubladen und setzten sie von Hand in eine Druckform. Die zweizeilige doppelte Pica war praktisch für Arbeiten, die Lesbarkeit aus moderater Entfernung erforderten, ohne die Kosten für größere Schriften tragen zu müssen. Als die Fotosatztechnik in den 1950er und 1960er Jahren aufkam, wurde die gesamte Punktgrößenhierarchie des Bleisatzes überflüssig. Die digitale Typografie beseitigte die physikalischen Zwänge, die diese standardisierten Größen einst notwendig gemacht hatten.
Der Begriff ist noch heute in der Katalogisierung von historischen Büchern und in Referenzen zu historischen Druckereien anzutreffen. Wer Letterpress-Ausrüstungen restauriert oder mit historischen Bleisatzmustern arbeitet, kann auf diese Bezeichnung stoßen, aber keine moderne Gießerei produziert Bleisorten in dieser Größe mehr. Die Begrifflichkeit lebt hauptsächlich als Zeugnis davon weiter, wie Druckhandwerker ihr Handwerk vor der Industrialisierung organisierten, bevor die Typendistribution vereinheitlicht wurde.