SpracheEnglishDeutsch
Zerspanung

Schleifmaschine

Englisch: grinding machine

nounZerspanungidiomatic

Eine Werkzeugmaschine, bei der ein rotierendes Schleifrad gegen das Werkstück (oder umgekehrt) bewegt wird, um dieses in die gewünschte Form zu bringen.

Schleifmaschine: Präzisions-Abrasion unter strikter Kontrolle

Eine Schleifmaschine nutzt ein rotierendes Schleifrad, um Material mit hoher Präzision und feiner Oberflächengüte von einem Werkstück abzutragen. Im Unterschied zu Drehmaschinen oder Fräsmaschinen, die mit Schneidkanten arbeiten, besteht ein Schleifrad aus Tausenden winziger Schleifpartikel (üblicherweise Korund, Siliziumkarbid oder Keramik), die in einer Radmatrix gebunden sind. Das Rad dreht sich bei Oberflächenschleifen mit Drehzahlen zwischen 1.200 und 3.600 U/min oder deutlich schneller beim Rundschleifen; Material wird durch wiederholte Mikrospäne abgetragen statt durch einen einzelnen entscheidenden Span.

Schleifmaschinen teilen sich nach Geometrie und Einsatzgebiet in mehrere Familien auf. Flächenschleifer haben ein flaches Rad, das über einen horizontalen Werkstisch fährt; Rundschleifer rotieren das Werkstück gegen ein Rad, um Wellen, Bolzen und Bohrungen zu schleifen; Werkzeug- und Messerschleifer schärfen Schneidwerkzeuge; und Einstechschleifer stützen das Werkstück auf einer Schiene ab, während Schleifrad und Regelrad es ohne Spindelmitte formen. Jeder Typ ist für verschiedene Zerspanraten und Toleranzbereiche ausgelegt.

Radwahl und Abrichtung

Das Schleifrad ist der kritische Verschleißstoff. Körnung, Bindungsart, Härtegrad und Radstruktur bestimmen die Maschinenleistung bei bestimmten Materialien. Ein grobes Rad (24 bis 36er Körnung) trägt schnell Material ab, hinterlässt aber rauere Oberflächen; ein feines Rad (120er bis 220er Körnung) erzeugt bessere Oberflächengüte, aber langsamere Zerspanung. Das Rad muss regelmäßig abgerichtet werden, um frische Schleifmittel freizulegen und die Geometrie wiederherzustellen, mit Abrichtwerkzeugen oder Diamantabrichtern. Fehlerhafte Abrichtung führt zu Wärmestau, Werkstückbrand und Rattern.

Thermische Spannungen sind eine ständige Gefahr beim Schleifen. Die Reibung zwischen Rad und Werkstück erzeugt Wärme, die gehärteten Stahl anlassen, gehärtete Teile erweichen oder spröde Materialien wie Gusseisen bei unzureichender Kühlung rissig machen kann. Die meisten Schleifvorgänge nutzen eine Kühlmittelströmung, um Wärme abzuführen und Schleifstaub auszuspülen. Wasserlösliche Kühlmittel sind verbreitet, wobei einige Präzisionsarbeiten Öle verwenden. Der Bediener muss Oberflächentemperatur und Kühlmittelzustand eng überwachen.

Schleifen ist der Fertigungsvorgang in den meisten Metallwerkstätten: nach Drehen, Bohren oder Fräsen werden Teile geschliffen, um enge Toleranzen (oft 0,0005 bis 0,001 Zoll) und überragende Oberflächengüte (8 bis 32 Mikroinch Ra) zu erreichen. Es wird auch zum Schärfen von Werkzeugen, zum Recyceln überdimensionierter Komponenten durch Entfernen harter Beschichtungen und zur Größeneinstellung von Teilen in Serien genutzt. Erfahrene Schleifer entwickeln durch Praxis ein Gefühl für Radverhalten und Wärmesignatur, da kleine Änderungen der Vorschubgeschwindigkeit oder des Radzustands überproportionale Auswirkungen auf die Teilqualität haben.

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