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Bergbau und Gewinnung

Gunnies

Englisch: gunnies

Ein leerer Raum in der Erde, der nach dem Abbau einer Erzader zurückbleibt.

Gunnies: Hohlraum, der beim Abbau von Erz entsteht

Wenn ein wirtschaftlich wertvolles Minerallager unterirdisch abgebaut wird, bleibt ein Hohlraum in der Gesteinsmasse zurück. Dieser Leerraum wird Gunny oder Gunnie genannt und stellt die dreidimensionale Form des abgebauten Erzkörpers dar. Anders als eine absichtlich geschaffene Kammer oder ein Abbaufeld, das verfüllt oder für weitere Arbeiten genutzt werden könnte, ist eine Gunny einfach der Negativraum, der durch den Abbau entstanden ist, oft instabil und anfällig für Einsturz.

Gunnies sind je nach Erzvorkommen sehr unterschiedlich in Größe und Form. Eine kleine Tasche aus Galenit oder Blende kann einen Hohlraum von nur wenigen Kubikmetern hinterlassen, während der Abbau eines großen Kupfer- oder Eisenlagers eine Kavität mit mehreren hundert Metern Streichlänge schaffen kann. Die Wände und das Dach einer Gunny sind typischerweise uneben und unregelmäßig und folgen der Geometrie der ursprünglichen Mineralisierung statt der ordentlichen rechteckigen Formen einer geplanten Abbaukammer.

Bodensenkung und Gebirgsstabilität

Das Hauptproblem mit Gunnies ist die Gebirgsstabilität. Liegt eine Gunny in der Nähe der Oberfläche oder direkt unter bewohntem oder bebautem Gelände, können das überlagernde Gestein und der Boden absinken, einstürzen oder Dolinen bilden. Diese Gefahr ist besonders in älteren Bergbaugebieten akut, wo ausgedehnte flache Abbauarbeiten zahlreiche Gunnies mit minimaler Dokumentation ihrer Lage oder Abmessungen schufen. Moderne Bergbauunternehmen erfassen Gunnies typischerweise als Teil ihrer Stilllegungs- und Sanierungspläne, wobei sie sich manchmal entschließen, sie mit Tailings, Bergematerial oder stabilisiertem Material zu verfüllen, um zukünftige Oberflächenschäden zu verhindern.

Der Begriff Gunny erscheint im Bergbauvokabular in erster Linie in historischen und beschreibenden Zusammenhängen, besonders in Berichten zu Altbergbaustandorten, Senkungsuntersuchungen und Grubenbeendungsbewertungen. Er ist weniger gebräuchlich in operativen Zusammenhängen, wo Abbauhohlräume eher nach der spezifischen Abbaumethode benannt werden, die sie geschaffen hat, etwa Abbaufeld, Tagebau oder Schacht.

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