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Landtechnik

Erbsorte

Englisch: heirloom

Eine alte Kultursorte, die von Generationen von Landwirten durch Samenvermehrung und Anbau weitergegeben wurde, im Gegensatz zu modernen Sorten des intensiven Landbaus.

Erbsorte: eine von Generationen von Landwirten bewahrte Kulturpflanzensorte

Eine Erbsorte ist eine Pflanzensorte, die durch kontinuierliche Saatguterzeugung und erneutes Anpflanzen durch Landwirte über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg erhalten bleibt, anstatt von Agrarforschungseinrichtungen gezüchtet und freigegeben zu werden. Anders als moderne Hybridzüchtungen bleiben Ebsorten sortenecht, wenn ihr Saatgut geerntet und wieder angebaut wird, wodurch sie sich selbst perpetuieren. Tomaten, Bohnen, Kürbis, Salat und Paprika sind häufige Ebsorten, der Begriff gilt aber für jede Nahrungspflanze, die auf diese Weise bewahrt wird.

Ebsorten tragen oft spezifische lokale Anpassungen. Eine Tomatensorte, die 80 Jahre lang in einem Tal der Appalachen angebaut wird, entwickelt Eigenschaften, die zu diesem Klima, diesem Boden und dieser Vegetationsperiode passen. Das steht im Gegensatz zu modernen Hybriden, die für Einheitlichkeit, Lagerfähigkeit und maschinelle Ernte gezüchtet werden, nicht für Geschmack oder regionale Eignung. Saatgutkataloge führen eine Sorte möglicherweise mit einer geografischen Herkunftsbezeichnung auf, etwa "Brandywine Pink" oder "Cherokee Purple", was auf ihren Ursprung in einer bestimmten Bauerngemeinschaft hinweist.

Für moderne Anbauer liegt der Reiz im Geschmack und in der genetischen Vielfalt. Ebsorten haben typischerweise weder die mehlige Textur noch die dünnen Schalen von Sorten für den Ferntransport. Sie stellen auch eine dezentralisierte Genbank dar; wenn eine Sorte auf auch nur einem Hof überlebt, kann sie wiederhergestellt werden. Saatgutsparnetzwerke und Kultursaat-Unternehmen unterhalten jetzt umfangreiche Ebsortensammlungen, teilweise als Schutz gegen Genverarrang in der Landwirtschaft im großen Maßstab.

Kaufmännisch erfordern Ebsorten mehr Arbeitsaufwand und akzeptieren niedrigere Erträge. Sie reifen nicht gleichmäßig, erfordern Handernte und zeigen sichtbare Unterschiede. Ein Landwirt kann ein Ebsortenfeld mit Tomaten nicht maschinell ernten wie ein Hybridfeld. Die Anfälligkeit für Krankheiten ist je Ebsorte unterschiedlich; manche sind robust, andere anfällig. Auch Lagerung und Transportlogistik unterscheiden sich, da Ebsorten leicht Druckstellen bekommen und schneller verderben.

Der Name spiegelt das Modell der Familienvererbung wider. Diese Sorten wurden über Generationen hinweg bewahrt, wie Schmuck oder Land weitergegeben wird, wobei das Saatgut in einer Dose oder einem Leinenumschlag aufbewahrt und von Eltern an Kinder weitergegeben wurde. Der Begriff kam erst in den 1980er und 1990er Jahren in breite Verwendung, als Pflanzengenetiker und Biobauern begannen, Sorten zu dokumentieren, die in Gefahr waren, auszusterben. Davor nannten Landwirte sie einfach "alte Sorten" oder verwendeten einen Ortsnamen.

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