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Forst und Holz

hydromesic

Mäßig nass, aber weniger feucht als hydric.

hydromesic: Boden, der feucht bleibt, aber nicht staunass ist

Hydromesic beschreibt einen Bodenfeuchtezustand in Wäldern, bei dem Wasser während eines erheblichen Teils der Vegetationsperiode vorhanden ist, den Boden aber nicht kontinuierlich sättigt. Der Begriff liegt zwischen mesic (mäßige Feuchte) und hydric (dauerhaft oder fast dauerhaft nass). In der praktischen Forstarbeit halten hydromesic-Standorte genug Wasser, um feuchtigkeitsliebende Arten wie Rotahorn, Süßgummi und Atlantarische Weißzeder zu unterstützen, ermöglichen aber ausreichend Belüftung, damit die Wurzeln der meisten Hochlandholzarten überleben.

Die Unterscheidung ist wichtig, weil sie direkt das Holzaufkommen, die Artwahl und die Bestandszusammensetzung beeinflusst. Ein hydromesic-Standort kann im Frühjahr und Frühsommer einen Grundwasserspiegel in 30 bis 60 Zentimeter Tiefe für zwei bis vier Monate aufweisen, der dann in trockenen Perioden absinkt. Die Drainage ist langsam genug, dass sich über Ton- oder Schluffschichten hängende Grundwasserspiegel bilden können. Dies schafft Bedingungen, unter denen Laubhölzer der Auen mit Hochlandarten konkurrieren und gemischte Bestände entstehen, die Förster in ihrer Planung berücksichtigen müssen.

Erkennung und Bewirtschaftung

Hydromesic-Böden werden durch Beobachtung von Bodenprofilen erkannt: gefleckte Unterbodenfarben (Grau gemischt mit Rostbraun), Vorhandensein von hydromorph-Indikatoren und Wasserfärbungen auf Bodenmaterial. Zeigerpflanzen sind Giftsumach, Stinkkohl, Süßfarn und verstreute Sumpfkräuter, die unter Hochlandgehölzen wachsen. Bodenklassifizierungen in Bodenkarten bilden diese Bereiche oft als schlecht draniniert oder mäßig schlecht drainiert ab, obwohl hydromesic selbst keine Drainageklasse ist, sondern eine Beschreibung des Feuchteregimes.

Die Holzwirtschaft auf hydromesic-Gelände erfordert sorgfältiges Timing. Schwere Maschinen und Ernte während nasser Perioden können zu Spurenbildung führen, die Verjüngung beschädigt und Mineralboden verdichtet und so dauerhafte Drainageprobleme schafft. Viele Förster verschieben Arbeiten auf trockenere Monate oder nutzen Spezialausrüstung. Die gepflanzten Arten müssen periodische Staunässe ertragen; Auenwälder-Eichen, Eschen und Zahnkirschen übertreffen oft Hochland-Kiefern auf diesen Standorten. Die Wuchsleistung ist typischerweise mäßig bis gut und liegt zwischen langsamerer Hochland- und schnellerer hydric-Standort-Leistung.

Der Begriff stammt vom griechischen Präfix hydro (Wasser) kombiniert mit dem ökologischen Standard mesic, das mäßig bedeutet. Er spiegelt ein in der Standortkartierung verwendetes Klassifizierungssystem wider, in dem hydromesic nicht absolute Bodennässe, sondern eine relative Position im Feuchte-Spektrum darstellt. Das Verständnis dieser Kategorie hilft Förstern, die Bestandsreaktion auf Bewirtschaftung vorherzusagen und geeignete Arten für natürliche Verjüngung und Pflanzprogramme zu wählen.

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