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Werkstattsprache und Slang

ICE

Mit einem konventionellen Auto mit Verbrennungsmotor einen reservierten Parkplatz für Elektrofahrzeuge, besonders mit Ladesäule, blockieren.

ICE: Blockieren von Ladesäulen durch Benzinautos

ICEing bedeutet, ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf einem reservierten Parkplatz für Elektrofahrzeuge abzustellen und damit die Ladesäule unzugänglich zu machen. Das Akronym ICE steht für Internal Combustion Engine und ist in der EV-Ladegemeinschaft selbst zum Verb geworden. Die Handlung kann von gedankenlos bis bewusst reichen: Manche Fahrer erkennen die Reservierungsmarkierung einfach nicht, andere parken dort in vollem Bewusstsein ihrer Tat.

Der Begriff entstand Mitte der 2010er Jahre, als die öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Nordamerika und Europa ausgebaut wurde, besonders als Level-2-Ladegeräte (mit 3 bis 19 Kilowatt) in Einzelhandelsparkplätzen und auf Arbeitsplätzen verbreiteten. ICEing ist besonders störend, weil viele EV-Besitzer auf diese Plätze angewiesen sind, um während ihrer Arbeitszeit oder beim Einkaufen zu laden; ein Fahrzeug mit 200 Meilen Reichweite kann nicht einfach warten, bis eine blockierte Ladesäule frei wird. Die Praxis ist mittlerweile so häufig, dass Immobilienverwalter und Ladenetzwerke sie als echtes betriebliches Problem melden.

Warum es passiert und wie Einrichtungen reagieren

ICEing geschieht teilweise, weil viele reservierte EV-Plätze keine sichtbaren Barrieren, Poller oder Kontrollmechanismen haben. Einige Einrichtungen haben Radarsperren oder Reservierungsschilder mit deutlichen Abschleppankündigungen installiert, aber diese Abwehrmaßnahmen sind uneinheitlich. Wohnkomplexe mit gemeinsamen Ladestationen sind besonders anfällig, weil Bewohner Fahrzeuge von Nichtbewohnern nicht leicht entfernen lassen können. Einige Ladenetzwerke arbeiten inzwischen mit Parküberwachungs- oder Abschleppservices zusammen; andere verlassen sich auf App-basierte Meldungen, was zu Verzögerungen führt.

Der tiefere Grund für ICEing ist Infrastrukturknappheit. Dort, wo EV-Ladeplätze reguläre Stellplätze zahlenmäßig übersteigen, sinkt das Problem von selbst. In dicht bebauten städtischen und vorstädtischen Gebieten, wo die EV-Nutzung am höchsten, aber das Ladenangebot am knappsten ist, schießen ICEing-Quoten in die Höhe. Ladesäulen am Arbeitsplatz sind weniger anfällig, weil Arbeitgeber die Abschleppbefugnis kontrollieren und klare Durchsetzungsrichtlinien haben; öffentliche Einzelhandelsladeplätze bleiben der schwache Punkt.

Der Begriff selbst ist in EV-Foren, Support-Kanälen von Ladenetzwerken und Immobilienmanagement-Gesprächen zur Kurzform geworden. Seine Verwendung spiegelt echte Frustration wider: Ein Fahrer, der sein Fahrzeug pünktlich nicht laden kann, weil ein Benzinauto den Platz blockiert, erleidet einen realen betrieblichen Verlust, besonders in kälteren Klimazonen, wo die Reichweite um 20 bis 40 Prozent sinkt. Betreiber von Ladenetzwerken behandeln ICEing-Daten mittlerweile als Planungsmetrik und nutzen Beschwerdequoten, um Investitionen in bessere Beschilderung, Poller und Durchsetzungspartnerschaften zu rechtfertigen.

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