SpracheEnglishDeutsch
Bauwesen

inbond

adjectiveBauwesen

Von einem Stein oder Ziegel: mit seiner Längsseite über die Wanddicke verlegt.

Inbond: Ein Stein, der quer in die Tiefe der Mauer verlegt ist

Ein Inbond-Stein ist so ausgerichtet, dass seine Längsseite senkrecht zur Wandoberfläche verläuft und seine kurze Dimension die gesamte oder teilweise Wandstärke durchquert. Das unterscheidet sich von einem Läufer, bei dem die Längsdimension parallel zur Wandoberfläche liegt. Die Inbond-Anordnung erzeugt das, was technisch als Kopfschicht bezeichnet wird, wenn diese Praxis systematisch über eine ganze horizontale Lage angewendet wird.

Der Hauptzweck der Inbond-Verlegung ist statisch: Sie verbindet die äußeren und inneren Schalen der Mauer miteinander und verhindert, dass sie sich unter Last oder Wetterdruck trennen. Bei mehrschaligem Mauerwerk (typischerweise zwei oder drei Steinbreiten dick) schaffen Inbond-Steine mechanische Verriegelungen zwischen den Schichten. Bei einer einschaligen Mauer verbessert ein Inbond-Stein die Widerstandsfähigkeit gegen Querkräfte, da Spannungen über die Wandtiefe verteilt werden, anstatt nur über die Oberfläche zu wirken.

Bei Flemischer Bindung, dem verbreitetsten dekorativen Verbandmuster im Mauerwerk, wechseln sich Inbond-Steine mit Läufern in jeder Schicht ab. Bei English Bond sind ganze Schichten vollständig Inbond verlegt, was eine stärkere Querverankerung schafft, die bei tragenden Wänden Standard war. Die Häufigkeit von Inbond-Steinen nimmt mit der Wandstärke oder statischen Anforderungen zu. Eine 15-cm-Hohlmauer könnte jeden fünften Stein Inbond haben; eine 23-cm-Vollmauer jeden dritten oder vierten.

Der Begriff stammt direkt von der Idee, dass der Stein in die Wandtiefe verbunden ist. Historische Maurerhandbücher nennen das Verlegen eines Inbond-Steins "Heading". Schlechte Inbond-Verlegung oder das Auslassen von Inbond-Steinen hinterlässt Mauern anfällig für Schälenbildung, bei der sich Schichten unter Windlast oder Frost-Tauwechsel-Beanspruchung trennen können; besonders sichtbar sind horizontale Risse an der Schnittstelle zwischen den Schalen.

Moderner bewehrter Beton und Stahlrahmenbau haben die Abhängigkeit von traditionellen Verbandmustern für die Tragfähigkeit reduziert, da die Rahmen die Last tragen. Die Inbond-Prinzipien bleiben jedoch bei der Auswahl von Hohlmauerdübeln relevant, die durch die Wandtiefe die gleiche Verbindung herstellen müssen, die systematische Inbond-Verlegung einst bot. Bei der Instandhaltung und Sanierung historischen Mauerwerks ist das Verständnis ursprünglicher Verbandmuster erforderlich, um die statische Kohärenz zu bewahren.

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