Blinker
Englisch: indicator
Fahrtrichtungsanzeiger; jedes der blinkenden Lichter auf jeder Seite eines Fahrzeugs, die eine Abbiegung nach links oder rechts oder einen Spurwechsel anzeigen.
Blinker: das Blinklicht, das anderen zeigt, wohin du fährst
Ein Blinker ist ein Blinklicht, das vorne, hinten oder seitlich an einem Fahrzeug angebracht ist und anderen Verkehrsteilnehmern signalisiert, dass der Fahrer abbiegen oder die Spur wechseln möchte. Die meisten Fahrzeuge haben vier Blinker: zwei bernsteinfarbene oder weiße Einheiten an den vorderen Ecken und zwei rote Einheiten an den hinteren Ecken. Das Licht blinkt mit einer Geschwindigkeit zwischen 60 und 120 Blitzen pro Minute, je nach Rechtsordnung und Fahrzeugkonstruktion. Dieses rhythmische Blinken macht das Signal deutlicher wahrnehmbar als ein gleichmäßiges Licht und hilft, es von Bremslichtern oder Parklichtern zu unterscheiden.
Der Stromkreis eines Blinkers läuft normalerweise über ein Blinkrelais, einen thermischen oder elektronischen Schalter, der den Stromfluss in regelmäßigen Abständen unterbricht. Wenn der Fahrer den Blinkerhebel an der Lenksäule betätigt, schließt er den Stromkreis entweder zu den linken oder rechten Blinkleuchten. Die meisten Fahrzeuge geben auch ein Klick- oder Piepgeräusch von der Instrumententafel ab, um das Signal für den Fahrer zu verstärken. Einige moderne Fahrzeuge warnen akustisch, wenn die Blinker manuell gelöscht werden, bevor die Kurve vollständig abgeschlossen ist, um versehentlich eingeschaltete Signale zu vermeiden.
Varianten und zusätzliche Funktionen
Größere Fahrzeuge und Lastkraftwagen haben oft rechteckige Blinkleuchten mit Glühbirnen höherer Leistung (typischerweise 21 Watt), um eine größere Sichtbarkeit in der Ferne zu erreichen. Motorräder haben häufig kleinere Blinker, manchmal integriert mit Seitenlicht. Fahrzeuge mit automatischen Leuchtweiteregelungssystemen können auch vordere Blinker haben, die sich beim Abbiegen horizontal schwenken, um die Sichtbarkeit zu verbessern, besonders bei europäischen Fahrzeugen. Einige moderne Konstruktionen verwenden LED-Blinkleuchtengruppen, die einen sequenziellen Kehreffekt erzeugen, müssen aber dennoch die gesetzlichen Blinkfrequenzanforderungen erfüllen.
Warnblinker, die bei Pannen oder Notfällen eingesetzt werden, lassen alle vier Leuchten gleichzeitig blinken, indem sie den Blinkerhebel umgehen und einen dedizierten Warnblinkschalter verwenden. Dies unterscheidet sich funktional vom Richtungsblinker, verwendet aber die gleichen Leuchten und Stromkreise. In einigen Ländern müssen Blinker vorne bernsteinfarbig und hinten rot sein; in anderen sind weiße vordere Blinker zulässig. Die gesetzliche Sichtdistanz für Blinker liegt typischerweise bei 300 Metern bei Tageslicht.
Häufige Fehler sind Glühbirnenfehler, Blinkrelaisausfall (verursacht schnelles Blinken oder gar kein Blinken), korrodierte Steckverbindungen und fehlerhafte Blinkerhebel, die stecken bleiben oder nur langsam in die Ausgangsposition zurückkehren. Feuchtigkeitseintritt in Leuchtengehäuse kann zu Trübung oder innerer Korrosion des reflektierenden Belags führen. LED-Blinker-Nachrüstungen erfordern manchmal einen elektronischen Blinkrelais-Austausch, um ein Überblitzen zu vermeiden, das auftritt, wenn die LED weniger Strom zieht als Glühbirnen und das thermische Relais in schnellere Zyklen täuscht.