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Vermessung

Jakobsstab

Englisch: Jacob's staff

Ein einzelnes gerades Rohr mit spitzem, eisenbeschlagenem Ende zum Eindringen in den Boden und mit einer Steckverbindung oben, zur Kompasshalterung statt eines Dreibeins verwendet.

Jakobsstab: ein einbeiniger Kompassständer für Feldvermessungen

Ein Jakobsstab ist ein einzelner Holzstab, üblicherweise 4 bis 6 Fuß lang, mit eiserner Zwinge und Spitze an der Basis, der im Feld als tragbares Gestell für einen Kompass oder andere Vermessungsinstrumente dient. Anstelle der dreibeinigen Stabilität eines Dreibeins wird er fest in den Boden gedrückt, was ein schnelleres Aufstellen ermöglicht, wenn du schnell eine Peilung oder Visierlinie brauchst, ohne zusätzliche Ausrüstung zu transportieren.

Der Stab selbst besteht meist aus Esche, Buche oder ähnlichem, gerade gewachsenem Hartholz, ist quadratisch oder rund und hat einen Querschnitt von etwa 1 bis 1,5 Zoll. Am oberen Ende sitzt eine Gelenkhülse aus Messing oder Eisen, die den Kompass oder die Alidade in einem festen Winkel hält. Der eiserne Schuh unten ist scharf genug, um in Rasen und lockeren Boden einzudringen, ohne große Kraft auszuüben, versagt aber auf hartem Untergrund oder Fels nahezu vollständig.

Der Hauptvorteil liegt in Mobilität und Schnelligkeit. Ein Vermesser kann einen Jakobsstab in einer Hand halten und Feldnotizen in der anderen, und ihn in Sekunden ohne Zusammenbau aufstellen. Er wird häufig bei Erkundungsvermessungen, Grenzüberprüfungen und beim Aufnehmen einzelner Peilungen über kurze Distanzen verwendet. Er funktioniert gut auf weichem Untergrund, Wiesen und Kulturland, wo ein sicherer Stand leicht zu erreichen ist.

Einschränkungen und Anwendungskontext

Der einzelne Auflagepunkt macht ihn auf Hängen, weichem Schlamm oder unebenem Gelände unstabil, wo die drei Füße eines Dreibeins in der Ebene bleiben würden. Windeinfluss ist ebenfalls größer als bei einem Dreibein, und der Arm des Vermessers trägt teilweise die Verantwortung dafür, den Stab vertikal zu halten. Daher werden Jakobsstab-Vermessungen üblicherweise für Skizzenkarten, schnelle Überprüfungen und vorbereitende Arbeiten verwendet, nicht für genaue, bleibende Grenzvermessungen.

Der Name stammt vom Jakobsstab oder Kreuzbstab, einem mittelalterlichen astronomischen und Navigationsinstrument, obwohl die Vermessungsversion diesem über das allgemeine Konzept eines tragbaren Stabes hinaus wenig ähnelt. Er erscheint in Fachliteratur zur Vermessung ab dem 17. Jahrhundert und wird weiterhin in Forstwirtschaft und Landvermessung verwendet, wo seine Leichtigkeit und Schnelligkeit den Präzisionsverlust gegenüber einem ordnungsgemäß aufgestellten Dreibein aufwiegen.

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