Keyplate
Englisch: keyplate
Druckplatte, die die Details eines Bildes druckt.
Registerplatte: der Registriermaster beim Mehrfarbendruck
In Offsetdruck und Letterpress ist die Registerplatte die Druckplatte, die die feinsten Details und schärfsten Linien eines mehrfarbigen Bildes trägt. Sie dient als visueller Ankerpunkt, auf den alle anderen Farbseparationen abgestimmt werden müssen. Typischerweise druckt sie in Schwarz oder der dunkelsten Farbe und etabliert die Konturen, den Text, die Rasterschirme und die Tondefinition, die dem Bild seine Schärfe und Passergenauigkeit geben.
Die Registerplatte arbeitet mit Farbseparationsplatten zusammen, normalerweise je eine für Cyan, Magenta und Gelb beim Vierfarbprozess, oder zusätzliche Schmuckfarben beim Spot-Color-Druck. Da sich Passerungenauigkeiten visuell verstärken, wenn Grenzen verschwimmen oder Farben verschieben, muss die Registerplatte mit äußerster Präzision vorbereitet werden. Im klassischen Workflow wird die Registerplatte zuerst fotografiert, dann werden Separationsplatten in Passerung zu ihr belichtet, wobei Fadenkreuze oder Stiftkennzeichnungen sicherstellen, dass jede Platte genau positioniert auf der Maschine sitzt.
Warum Passergenauigkeit wichtig ist
Eine schlecht ausgerichtete Registerplatte erzeugt sichtbare Farbfransen an Kanten, Doppellinien im Text und trübe Rasturtextur. Druckmaschinen halten Toleranzen von plus oder minus 0,003 Zoll über das Papierformat ein. Da das menschliche Auge eine Passerungenauigkeit von nur 0,01 Zoll erkennt, muss die Registerplatte absolut stabil in der Lagerung und Montage sein. Platten werden mit Stiften oder Kugellagern auf dem Zylinder gesichert, um ein Verschieben während des Drucklaufs zu verhindern.
Die Registerplatte ist normalerweise die dichteste aller Separationen. Beim Vierfarbprozess trägt sie etwa 40 bis 60 Prozent der gesamten Farbmenge, besonders in den Schattenpartien. Die anderen drei Platten sind typischerweise leichter, so dass die Details der Registerplatte ohne Überdruckung oder Verstopfung durchscheinen. Diese Hierarchie verhindert, dass das Bild flach oder posterisiert wirkt.
Digitale Druckvorstufe hat das Konzept nicht aufgelöst, sondern nur die Methode geändert. Bei Computer-to-Plate-Arbeitsabläufen ist die Registerplattenseparation immer noch in der Farbspezifikation definiert, und Passermarken sind immer noch in den Plattendaten eingebettet. Für Fine-Art-Drucke und hochwertige kommerzielle Arbeiten bleibt das Verständnis, welche Platte als Registerplatte dient, wesentlich für die Diagnose und Vermeidung von Druckfehlern.