King
King-Klasse, eine Klasse von Dampflokomotiven, die einst von der GWR eingesetzt wurden und alle nach Königen benannt waren.
King: Schwere Schnellzuglokomotive der GWR
Die King war eine 4-6-0-Dampflokomotive der Great Western Railway, die 1927 in Dienst gestellt wurde. In den folgenden zehn Jahren wurden dreißig Lokomotiven gebaut, alle benannt nach britischen Monarchen, woraus sich die Klassenbezeichnung ableitete. Diese Maschinen zogen Schnellzüge im GWR-Netz, besonders die prestigeträchtigen Verbindungen zwischen London und Bristol, Birmingham sowie Südwales.
Eine King verdrängte 6.081 imperialen Gallonen Wasser und verbrauchte bis zu 10 Tonnen Kohle pro Fahrt. Der Kesseldruck lag bei 250 Pfund pro Quadratzoll, die drei Zylinder erzeugten eine Zugkraft von 40.300 Pfund-force. Die Treibräder maßen 6 Fuß 8 Zoll Durchmesser, was Geschwindigkeiten nahe 90 Meilen pro Stunde auf geeigneter Strecke ermöglichte. Diese Abmessungen machten die King während der 1920er und 1930er Jahre zu einer der größten und leistungsfähigsten Schnellzugklassen Britanniens.
Die Klasse erwies sich im regulären Dienst als zuverlässig, obwohl die Komplexität der dreizylindrischen Verbundmaschinen hohe Instandhaltungsanforderungen stellte. Die Lokomotivführer schätzten das ansprechende Fahrverhalten und die gleichmäßige Dampfentwicklung, doch der Kohlenverbrauch konnte die Betriebsmittel auf längeren Strecken belasten. Einzelne Maschinen entwickelten im Lauf ihres Dienstes unterschiedliche Charakteristiken, und einige waren für bessere Kohleersparnis unter sachkundiger Bedienung bekannt.
Varianten und spätes Leben
Das Design blieb während der gesamten Produktion weitgehend unverändert; spätere Exemplare erhielten nur kleinere Änderungen an den Rauchkastenelementen und Überhitzeranordnungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten die Kings ihre Schnellzugarbeiten fort, bis die diesel-elektrische Traktion sie Ende der 1950er Jahre verdrängte. Mehrere Exemplare wurden erhalten; ein Fahrzeug ist noch betriebsfähig und hat gelegentlich Railtours auf Museumsbahnen bestritten und damit die Dauerhaftigkeit und den Reiz der Klasse für moderne Enthusiasten gezeigt.Der Name King-Klasse bleibt ein Zeichen der Prestige-Ingenieurskunst der Great Western Railway. Ihre Zeitgenossen waren unter anderem die Stanier Pacifics der London Midland and Scottish Railway, und Diskussionen darüber, welche Klasse das überlegene Design darstellte, werden von Eisenbahnhistorikern noch heute geführt. Die Kings bleiben bedeutsam als Nachweis dafür, dass vierachsige Schnellzuglokomotiven unter sachkundiger Bedienung mit Pacific-Rad-Anordnungen konkurrieren konnten.