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Drucktechnik

Ausschießen

Englisch: lay

Seiten für ein Kolumnen auf dem Schießstein anordnen und ablegen.

Ausschießen: Seiten vor dem Druck positionieren

Im Letterpress-Druck bedeutet Ausschießen, einzelne Seiten Satz auf dem Ausschießstein in der richtigen Reihenfolge und Ausrichtung zu positionieren und anzuordnen, damit sie korrekt drucken, wenn das Formsatzbild gesperrt und durch die Druckmaschine läuft. Der Schriftsetzer platziert jede vollständige Seite Satz mit ihrer Umrahmung und dem Spatiermaterial auf dem Stein in umgekehrter Reihenfolge und gespiegelt, da der Druckvorgang das Bild umdreht. Diese Phase findet statt, nachdem jede Seite einzeln gesetzt und geprüft worden ist.

Das Ausschießschema folgt strengen Regeln, die durch das Endprodukt bestimmt werden. Ein beidseitig bedruckter Bogen, der zu einer Lage gefaltet wird, erfordert Seiten in einem bestimmten verschachtelten Muster. Ein vierseitiges Formsatzbild verwendet das sogenannte Wendeschema, bei dem die Seiten 1, 2, 3 und 4 in Positionen angeordnet sind, die chaotisch aussehen, bis der Bogen gedruckt, gefaltet und beschnitten wird. Größere Formsatzbilder mit acht, sechzehn oder zweiunddreißig Seiten erfordern zunehmend komplexere Anordnungen.

Genauigkeit und der Ausschießstein

Der Ausschießstein ist eine schwere Oberfläche aus Gusseisen oder Marmor, die als Arbeitstisch dient. Er hat eine abgeschrägte Kante, damit der Satz nicht hängen bleibt, und viele Steine verfügen über Richtmarken oder ein Raster, um dem Schriftsetzer bei der konsistenten Ausrichtung der Seiten zu helfen. Quetschkeile, Metallkeile, die das Formsatzbild festspannen, werden um den Umfang herum angebracht. Schlechtes Ausschießen führt dazu, dass Seiten während des Drucks verrutschen, wodurch sich Passermarken zwischen Farben oder Vorder- und Rückseite des Bogens nicht decken, oder bei gefalteten Lagen führt es dazu, dass Seiten in falscher Reihenfolge erscheinen.

Das Ausschießen unterscheidet sich vom Setzen der einzelnen Seiten und vom Sperren des Formsatzbildes, obwohl die drei Arbeitsschritte kontinuierlich ablaufen. Ein Schriftsetzer kann am Vorabend setzen; ein anderer Arbeiter kann die Seiten am nächsten Morgen ausschießen; ein Maschinenführer sperrt und druckt sie dann. In kleineren Druckereien führte oft eine Person alle drei Tätigkeiten aus, aber in großen Druckbetrieben war die Arbeit unter Spezialisten aufgeteilt.

Der Begriff spiegelt die physische Tätigkeit wider: Der Schriftsetzer legt jede Seite buchstäblich auf den Stein, wobei er das komplette Formsatzbild Stück für Stück aufbaut. Die Kunst liegt darin zu verstehen, wie Seiten positioniert werden müssen, damit sie nach dem Drucken, Falten und Beschneiden in der richtigen Lesereihenfolge landen und keine leeren Blätter oder fehlende Inhalte entstehen.

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