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Drucktechnik

Bahnführungsband

Englisch: webbing

Bänder, die die Papierbahnen in einer Druckmaschine führen und transportieren.

Webbing: das Bandsystem, das Papier durch eine Druckmaschine transportiert

Webbing besteht aus gespannten Stoff- oder Gummibandern, die eine durchgehende Bahn aus Papier, Film oder anderem Material greifen und durch eine Druckmaschine oder Verarbeitungsanlage voranbewegen. Im Gegensatz zu einzelnen Bögen, die nacheinander zugeführt werden, verarbeiten Rollendruckmaschinen eine unterbrechungslose Rolle, und das Webbing sorgt dafür, dass diese Rolle mit präziser Geschwindigkeit und Position durch jede Druckstation läuft. Das Webbing muss gleichmäßige Spannung halten, sich widerstandsfähig gegen Dehnung verhalten und das Material ohne Rutschen oder Markierungen greifen.

Modernes Webbing verwendet üblicherweise verstärkte Gummi- oder Kunststoffkomposition, oft mit einer gewebten Gewebebasis, die in die obere Schicht eingebettet ist. Die Breite reicht von einigen Zentimetern bei schmalformatigen Maschinen bis zu mehreren Metern bei breitformatigen Verpackungsdruckmaschinen. Die Unterseite verfügt normalerweise über einen Belag, der gegen Führungsrollen und ein mechanisches Antriebssystem läuft. Die Dicke liegt meist zwischen 3 und 8 Millimetern und wird so gewählt, dass Haltbarkeit mit den Geschwindigkeits- und Druckanforderungen der jeweiligen Maschine im Gleichgewicht bleiben.

Webbing verschleißt durch Reibung an Walzen, wird durch Wärmeeintrag und UV-Strahlung hart und verliert die Griffigkeit, wenn die Oberflächenrauhheit abflacht. Lockeres Webbing verursacht Registerabweichungen, bei denen aufeinanderfolgende Farbschichten nicht fluchtend sind. Übersteigerte Spannung beschleunigt den Verschleiß und kann die Bahn selbst verformen. Die meisten modernen Maschinen haben Spannungssensoren, die angetriebene Walzen automatisch nachregeln und halten das Webbing unter Druck in einem engen Bereich. Webbing erfordert je nach Geschwindigkeit, Materialtyp und Wartungsdisziplin normalerweise alle 18 bis 36 Monate einen Austausch.

Der Name Webbing leitet sich direkt aus seiner Funktion ab: Verarbeitung einer Web (durchgehenden Rolle) statt geschnittener Bögen. Bei der Offsetlithografie muss Webbing bedrucktes Papier freigeben, ohne festzukleben, was eine präzise kontrollierte Oberflächenenergie erfordert. Bei Gravur- und Flexodruckmaschinen synchronisiert die Webbing-Geschwindigkeit mit den Rakelzeiten, sodass ein Verschleiß, der den Webbing-Durchmesser um nur 0,2 Millimeter ändert, die Druckqualität beeinträchtigen kann. Webbing kommt auch in Verarbeitungsanlagen, Stanzanlagen und Laminierpresse vor, wo es als Antriebsmedium zwischen den Verarbeitungsstationen fungiert.

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