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Bahntechnik

Aufzugwerkstatt

Englisch: lifting shop

Werkstatt, in der Fahrzeuge aus ihren Drehgestellen angehoben werden, um Wartungsarbeiten durchzuführen.

Hubwerkstatt: wo Schienenfahrzeuge bis auf den Rahmen zerlegt werden

Eine Hubwerkstatt ist eine Werkstattanlage mit schweren Laufkranen und Grubeninfrastruktur, in der Eisenbahnfahrzeuge von ihren Drehgestellen und Radsätzen abgehoben werden, um sie grundlegend zu überarbeiten und zu warten. Die Fahrzeugkarosserie wird hochgefahren, die Drehgestelle und Trucks bleiben auf der Grubensohle zurück, wodurch Zugang zu Untergestellkomponenten, Bremsgestänge, Aufhängungslenkern und anderen Systemen entsteht, die nicht ordnungsgemäß gewartet werden können, während das Fahrzeug auf seinem Fahrwerk sitzt.

Die Kernausrüstung ist ein Portalkran oder Brückenkran, typischerweise mit einer Tragfähigkeit zwischen 50 und 150 Tonnen, je nach Größe des zu bearbeitenden Fahrzeugbestands. Der Kran hat mehrere Anschlagpunkte, die an vorgebohrten Laschen oder Gussaufnahmen am Fahrzeugunterbau angreifen. Die Grube ist üblicherweise 1,5 bis 2 Meter tief und verläuft über die ganze Länge der Anlage, was es den Arbeitern ermöglicht, um die Drehgestelle herumzugehen und Aufhängungskomponenten, Zugvorrichtungen und Bremszylinder von unten zu inspizieren oder auszutauschen. Manche Werkstätten sind mit Drehscheiben oder Traversen ausgestattet, um Drehgestelle ohne Handarbeit zu drehen.

Die Hubwerkstatt steht zwischen dem Betriebswerk und der Hauptwerkstatt in der Wartungshierarchie der Eisenbahn. Während Betriebswerke Depotinstandhaltung und kleinere Mängel an Drehgestellen und Rädern beheben, kümmert sich die Hubwerkstatt um Überholungen, bei denen Karosserie und Fahrgestell vollständig getrennt werden. Hier werden korrodierte Untergestellabschnitte ausgeschnitten und verschweißt, hier wird Bremsgestänge erneuert, und hier werden Aufhängungsfedern und Dämpfer gewechselt. Die Arbeit ist schwer, methodisch und dauert typischerweise mehrere Wochen pro Fahrzeug.

Hubwerkstätten sind arbeitsintensiv und gefährlich. Anschlagseile können rutschen, wenn Laschen korrodiert sind oder Gussaufnahmen Hohlräume aufweisen. Drehgestelle können sich verschieben, wenn sie nicht ordnungsgemäß auf Wagenhebern gesichert sind. Die Arbeit erzeugt einen ständigen Strom von fehlerhaften Komponenten: festgefressene Bremsgestänge, gerissene Aufhängerhaken, festgefressene Kupplungen. Elektrofehler an Laufkranen stellen ein Risiko dar; genauso wie die beengte Arbeit unter angehobenen Karosslerien. Angemessene Abstützung, sichere Arbeitsverfahren und regelmäßige Inspektionen von Anschlaggütern sind unverzichtbar.

Der Begriff "Werkstatt" ist standardisierte britische Eisenbahnterminologie; nordamerikanische Eisenbahnen sagen eher "heavy repair facility" oder "erecting shop". Das Konzept ist alt und stammt aus der Dampfzeit, als Fahrzeuge regelmäßige Rahmen- und Kesselarbeiten benötigten. Moderne Hubwerkstätten erfüllen nach wie vor dieselbe Funktion, obwohl sich die Arbeit von Kesselreparatur auf Untergestellkorrosionsbekämpfung, Aufhängungsüberholungen und Bremsanlagenmodernisierung bei alternden Fahrzeugbeständen verlagert hat.

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