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Bergbau und Gewinnung

Förderung

Englisch: manwinding

Der Transport von Arbeitern im Bergbau mittels Körben, die hinauf und hinab bewegt werden

Manwinding: das Hubewerk zum Transport von Bergleuten in Schächte und aus Schächten

Manwinding ist die kontrollierte Bewegung von Arbeitern zwischen Oberfläche und unterirdischen Ebenen mit Hilfe von Körben, die an Stahlseilen hängen. In tiefen Bergwerken können Arbeiter nicht zu Fuß gehen oder klettern; der Korb ist ihre einzige praktische Route. Eine typische Anlage besteht aus einem Stahlgerüst an der Schachtanlage, einer Fördermaschine (früher dampfgetrieben, heute elektrisch), tausenden Metern Stahlseil und einem oder mehreren Körben, die je nach Tiefe und Auslegung des Bergwerks 12 bis 40 Personen fassen können. Der Maschinenführer steuert Abstieg und Aufstieg von einer Kanzel aus und regelt Geschwindigkeit, Last und Notbremsfunktionen.

Zwei Haupttypen von Körben erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Ein Personenkorb befördert Arbeiter; er ist mit Haltegriffen, einem Dach oder einer Abdeckung und Sicherheitstüren ausgestattet, die sich beim Fahren des Korbes schließen. Ein Förderkörper oder Skip ist für Erz oder Berge ausgelegt, obwohl einige Bergwerke beide auf demselben Seil oder auf parallelen Seilen betreiben. Die Seildurchmesser liegen bei großen Anlagen zwischen 16 mm und 32 mm, und ein einzelner Schacht kann vier bis sechs Seile zur Redundanz verwenden. Moderne Systeme nutzen seilgeführte Körbe, bei denen der Korb durch Führungsrollen zentriert im Schacht gehalten wird, was Verschleiß und Schwingungen verringert.

Gefährdungen und Randbedingungen

Ausfälle beim Manwinding sind katastrophal. Seilkorrosion, Metallermüdung und ungleichmäßiger Verschleiß sind die Hauptgefahren; Seile werden regelmäßig überprüft und nach strengen Zeitplänen ausgetauscht, üblicherweise alle 5 bis 10 Jahre je nach Durchsatz und Seildurchmesser. Überladung des Korbes wird durch Gewichtssensoren verhindert. Übermäßige Geschwindigkeit verursacht Korbschwingungen und Druckverletzungen; Abstiegsgeschwindigkeiten werden für Personenkorbe auf 3 bis 5 Meter pro Sekunde begrenzt. Der gefährlichste Moment ist Ein- und Ausstieg an der Schachtanlage oder an der unterirdischen Station, wo Arbeiter einen fahrenden oder stehenden Korb auf unebenem Untergrund betreten.

Der Begriff Winding stammt von der Bewegung des Seils um die Trommel der Fördermaschine; Man unterscheidet Personenverkehr von Materialtransport. In der britischen Bergbausprache wird der Korb selbst oft als Kibble oder einfach der Korb bezeichnet, während das Seil das Förderseil oder Hauptseil heißt. Schächte, die für Manwinding ausgelegt sind, müssen einen Durchmesser von mindestens 1,5 Metern für einen einzelnen Korb haben, größer für Dual-Korb-Systeme oder gemischte Fracht- und Personenbeförderung.

Manwinding bleibt unverzichtbar im unterirdischen Bergbau von Buntmetallen und Kohle sowie in tiefem geotechnischem Arbeiten. Automatische Korbsysteme mit Elektromotoren und elektronischen Reglern haben mechanische Seilsysteme in neueren Bergwerken ersetzt, aber das Prinzip bleibt: ein auf einem Seil absteigender Korb, gesteuert von der Oberfläche. Aufsichtsbehörden legen strenge Test- und Zertifizierungsanforderungen für Ausrüstung und Bedienpersonal auf, denn die Folge eines Ausfalls ist der Verlust von Leben im Bergwerk.

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