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Ein Wort oder mehrere Wörter, die der Setzer beim Schriftsatz ausgelassen hat; eine Auslassung.
Auslassung: Text, der versehentlich nicht auf die gedruckte Seite kam
In der Bleisatzerei und Handsatzkomposition ist eine Auslassung ein Text, der im fertigen Druck erscheinen sollte, aber nie in das Druckform gesetzt wurde. Der Setzer hat beim Ablesen der Vorlage Zeilen übersehen, eine Passage nicht bemerkt oder Lettern physisch aus dem zusammengesetzten Satzkasten gelassen. Sobald die Form gesperrt und gedruckt ist, existieren diese Wörter einfach nicht auf der Seite. Der Fehler wird erst bei der Korrektur entdeckt oder wenn das gedruckte Blatt mit dem Originalmanuskript verglichen wird.
Auslassungen unterscheiden sich von anderen Satzfehlern sowohl in der Ursache als auch in den Folgen. Eine Transposition setzt die richtigen Wörter in der falschen Reihenfolge; eine Auslassung entfernt sie ganz. Eine Auslassung kann nicht einfach durch neue Korrekturen behoben werden. Die gesamte Form muss aufgesperrt, der fehlende Text gesetzt und an die richtige Stelle eingefügt, die Lettern neu gesperrt und die Auflage neu gestartet werden. Bei längeren Druckläufen, die bereits im Gange sind, bedeutet das, gedruckte Bögen auszuschuss zu erklären oder zur Korrektur zurückzuarbeiten, ein kostspieliger Fehler.
Erkennung und Vermeidung
Der Fehler wurde traditionell vom Korrektor entdeckt, der jeden Korrekturabzug Zeile für Zeile mit der Vorlage verglich. Erfahrene Setzer fingen ihre eigenen Auslassungen auch durch Zeichenzählung oder andere Kontrollmethoden auf, aber menschliche Fehler blieben selbst bei Sorgfalt bestehen. Manche Druckereien verhängten Strafen gegen Setzer, deren Arbeit häufig Auslassungen enthielt, was den Druck ausreichend bremste und Genauigkeit beim Lesen vor dem Sperren der Form erzwang.
Eine Auslassung war ein Zeichen von Nachlässigkeit in einem Handwerk, in dem Genauigkeit darüber entschied, ob eine Seite brauchbar war oder Ausschuss. Der Begriff ist veraltet, weil Fotosatz und digitale Satzkomposition den Auslassungsfehler seltener machten, obwohl ähnliche Versehen in modernen Arbeitsabläufen immer noch vorkommen. Das Wort überlebt hauptsächlich im Vokabular von Letterpress-Historikern und Praktikern, die Handsatzdrucke restaurieren oder erforschen.