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Textiltechnik

Flusenball

Englisch: pill

Ein kleines Knötchen aus Fasern, das durch Reibung auf der Oberfläche von Textilstoffen entsteht.

Pilling: Faserknoten, die durch Reibung auf Stoffen entstehen

Pilling ist die Bildung von kleinen, verfilzten Faserkugeln auf der Stoffoberfläche, wenn sich lose Fasern während des Tragens oder der Verarbeitung befreien und verwickeln. Pilling ist besonders sichtbar bei Strickstoffen und locker gedrehten Webstoffen, wo die Fasern weniger fest gehalten werden und leichter an die Oberfläche wandern. Sie fühlen sich rau an und sehen unangenehm aus, wodurch das Kleidungsstück auch im neuen Zustand abgetragen oder billig wirkt. Pilling ist eine der häufigsten Beschwerden von Verbrauchern über preiswerte Strickwaren.

Der Mechanismus ist einfach: Reibung durch Abrasion führt dazu, dass Oberflächenfasern an der Basis brechen und sich nach oben biegen. Diese befreiten Fasern verwickeln sich mit anderen lockeren Fasern in der Nähe und bilden eine feste Kugel, die nur durch die verbleibenden Faserenden, die im Gewebe oder in der Maschen verankert sind, am Stoff gehalten wird. Bei einfachen Jersey-Maschen entstehen Knoten bereits nach wenigen Tagen Tragezeit; bei Fleece oder Sweatshirt-Stoffen entstehen sie noch schneller, da die aufgeraute Oberfläche dafür ausgelegt ist, Fasern freizugeben. Gepillter Stoff sieht schmutzig und aufgelöst aus, und kein Waschen kann ihn wiederherstellen.

Die Intensität des Pillings hängt von Fasertyp, Garndrehung und Stoffaufbau ab. Langstapelfasern wie hochwertige Baumwolle und Wolle pilling weniger, da sie während des Tragens weniger leicht brechen. Polyester und Acryl hingegen sind anfällig für Pilling, da sie rutschig sind und an den Faser-zu-Faser-Verbindungen saubere Bruchstellen aufweisen. Fest gedrehte Garne und hochdichte Gewebe widerstehen Pilling; locker gesponnene Garne in niedrigdichten Maschen sind anfällig. Blended Stoffe pilling oft stärker als Einfaserstoffe, da Fasern mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten wandern.

Betriebe testen die Pillingbeständigkeit mit standardisierten Reibtests, normalerweise nach der Martindale-Methode oder dem Pilling-Box-Verfahren, die sichtbare Knoten nach einer bestimmten Anzahl von Reibzyklen zählen. Ein Stoff mit hoher Pillingbeständigkeit kann 10.000 Zyklen oder mehr mit minimalen sichtbaren Knoten überstehen; ein schlechter Stoff zeigt starkes Pilling bereits nach 1.000 Zyklen. Stoffausrüstungen können Pilling reduzieren: Einige Betriebe tragen Harze auf oder nutzen Sengerei, um lose Fasern vor der Verarbeitung zu verbrennen, obwohl dies Kosten erhöht und Griff und Fall beeinflussen kann.

Der Begriff Pilling stammt von der Kugelform, die einer Tablette ähnelt. In der Textilbranche ist es ein Fehler, kein Qualitätsmerkmal, und Hersteller führen es in der Qualitätskontrolle als Mangel auf. Marketing für Verbraucher vermeidet das Wort vollständig und verwendet stattdessen vage Begriffe wie Haltbarkeit oder pflegeleicht. Ein Stoff, der zu Pilling neigt, verliert Verkäufe, trotz anderer Vorzüge, daher ist die Verringerung der Pillingneigung ein echtes Designziel, nicht eine Nachgedanke.

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