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Textiltechnik

Spitzpresse

Englisch: point presser

Ein Werkzeug mit freistehender Spitze zum Bügeln von Kragen, Ecken und Verarbeitungskanten

Spitzpresser: eine spitz zulaufende Eisenauflage für enge Ecken

Ein Spitzpresser ist ein Block aus Gusseisen oder Stahl, normalerweise zwischen 10 und 20 cm lang, mit einer scharfen, sich verjüngenden Spitze, die an einem Ende nach oben ragt. Bei Pressvorgängen wird ein Kleidungsstück (Kragen, Revers, Taschenpaspel) über diese Spitze gezogen, während ein heißes Bügeleisen von oben drückt. Die Spitze stützt die Unterseite des Stoffes ab und ermöglicht es dem Bügeleisen, in Winkel und Ecken zu gelangen, die eine ebene Pressfläche nicht erreichen kann.

Das Standardmodell sitzt auf drei oder vier kurzen Füßchen und hält die Spitze in Arbeitshöhe, etwa 15 bis 20 cm über dem Presstisch. Manche Ausführungen haben an einem Ende eine breitere ebene Basisfläche für allgemeine Pressarbeiten. Die Spitze selbst ist relativ schlank, normalerweise 1,25 bis 2 cm Durchmesser an der Spitze, sodass sie in die spitzen Winkel von Kragenpitzen und Kastenschnitte passt, ohne Abdrücke zu hinterlassen.

Spitzpresser sind beim professionellen Fertigstellen von Kleidungsstücken unverzichtbar, weil Kragenpitzen und Paspeln scharfkantig und symmetrisch sein müssen. Ohne die Abstützung eines Spitzpressers bleiben diese Bereiche beim Pressen weich und unscharf. Das Eigengewicht des Bügeleigens wird durch die Spitze, die von unten drückt, während das Eisen von oben drückt, verteilt und erzeugt so die feste Form, die für ein fertiges Aussehen notwendig ist.

Häufige Probleme und Materialien

Wenn das Bügeleisen zu heiß ist oder zu lange angesetzt wird, kann die Spitze leichte Stoffe anbrennen oder Glanzflecken verursachen, die auf der Außenseite des Kleidungsstücks sichtbar werden. Das Pressen von feuchten Stoffen hilft, dies zu vermeiden. Die Spitze wird mit der Zeit durch wiederholten Kontakt mit heißem Metall ausgefranst oder stumpf; manche Presser haben deshalb eine austauschbare Hartstahlspitze.

Die Bezeichnung leitet sich einfach von dem auffälligsten Merkmal des Geräts ab. In Fabriken und kleinen Schneidereien wird der Spitzpresser an der Pressstation neben Ärmelunterlagen, Schneiderhühnern und Pressbügeln aufbewahrt. Er bleibt Standardausrüstung überall dort, wo Kragen und Eckendetails höchste Verarbeitungsstandards erfüllen müssen.

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