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Drucktechnik

Drucker

Englisch: printer

Der Bediener einer Druckmaschine oder der Inhaber eines Druckunternehmens; (metonymisch) jedes Druckunternehmen.

Drucker: Person oder Betrieb, der Texte und Bilder vervielfältigt

Ein Drucker ist entweder der Facharbeiter, der eine Druckmaschine bedient, oder das Unternehmen, das Druckausrüstungen und den Druckbetrieb besitzt und verwaltet. Die Bedeutung des Wortes hat sich über Jahrhunderte verschoben: vor der Industrialisierung bezeichnete es einen Handwerker, der Bleisatz von Hand setzte; heute meint es meist ein kleines bis mittleres Unternehmen, das Offset-, Digital- oder Flexodruck anbietet. Das Wort gilt auch metonymisch für die Druckerei selbst, daher bedeutet "zur Druckerei geben" so viel wie an den Druckbetrieb oder die Druckanstalt übergeben.

In gewerblichen Druckereien arbeiten Drucker mit unterschiedlich großen Maschinen je nach Auftragsvolumen und Material. Eine kleine Offsetmaschine schafft 2.000 bis 5.000 Bogen pro Stunde und verarbeitet Offset-, gestrichene oder ungestrichene Papiere bis 20 mal 28 Zoll. Digitaldruckmaschinen, ob Toner- oder Tintenstrahl, opfern Geschwindigkeit für Flexibilität und Farbgenauigkeit und eignen sich für Auflagen unter 1.000 Exemplaren. Große gewerbliche Druckereien betreiben vier- oder sechsfarbig arbeitende Maschinen mit 10.000 Bogen pro Stunde oder mehr und bieten oft auch Weiterverarbeitung wie Binden, Stanzen und Prägung im Haus an.

Der Drucker muss Materialien, Druckfarben und Produktionsabläufe verstehen. Häufige Probleme sind Flächenzunahme (Rasterpunkte verbreiten sich und trüben die Farbe), Registerabweichungen (Farbseparationen verschieben sich) und Abrieb (nasse Farbe überträgt sich auf die Rückseite des nächsten Bogens). Die Kontrolle der Luftfeuchte in der Druckerei, die richtige Farbviskosität und kompatible Feuchtmittel sind Tagesaufgaben. Drucker erstellen auch Proofs, stimmen Farben nach Pantone oder CMYK ab und planen die Produktion so, dass Termine gehalten und Maschinenauslastung optimiert werden.

Der Begriff geht auf Gutenberg und die frühen Schriftgießereien zurück, als ein Drucker buchstäblich der Arbeiter war, der Bleilettern zusammensetzte und die Hebel einer Handpresse bediente. Im 19. Jahrhundert machten dampfbetriebene Maschinen die Tätigkeit verwaltungslastiger; der Begriff bezeichnete nun eher den Besitzer oder Maschinenführer als den Handwerker. Der metonymische Gebrauch verstärkte sich, als Druckereien zu festen Institutionen mit Kapitalanlage und ständigem Personal wurden.

Heute konkurrieren Drucker in einem zersplitterten Markt. Großformatanbieter konzentrieren sich auf Banner, Beschilderung und technische Zeichnungen. Verpackungsdrucker bearbeiten Kartons, Etiketten und Flexverpackungen. Allgemeine Druckereien bedienen den Markt für Broschüren, Kataloge und Bücher. Digitaldruckanbeter verfolgen Print-on-Demand und Variablendruck. Die Definition bleibt stabil: Wer die Maschinen bedient oder den Betrieb besitzt, ist der Drucker, ob mit fünf oder fünfzig Mitarbeitern und ob die Maschinen 100.000 Euro oder mehrere Millionen Euro kosten.

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