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Drucktechnik

Druckpapier

Englisch: printing paper

Jede Art von Papier, das für Druckverfahren bestimmt ist, ausgenommen Zeitungspapier.

Druckpapier: Substrat engineert für Tinte und Druck

Druckpapier ist ein Cellulose-Bogen, hergestellt um Tinte während Offset-, Buchdruck-, Digital- oder anderen Druckverfahren aufzunehmen und zu halten. Anders als Zeitungspapier, das mechanische Pulpe nutzt und schnell vergilbt, wird Druckpapier typischerweise aus Chemikalienaufschluss hergestellt und mit Stärke oder synthetischen Chemikalien geleimt, um die Saugfähigkeit zu steuern. Das Papier muss zwei gegensätzliche Anforderungen erfüllen: Tinte schnell genug aufnehmen um Set-off zu verhindern (Abfärbung auf die Rückseite des darüber liegenden Bogens), aber nicht so schnell, dass das Bild aufweicht oder verlaufen.

Die Hauptkategorien unterscheiden sich nach Oberflächenfinish und Gewicht. Ungestrichene Sorten reichen von Schreibpapier (25 bis 32 lb) für Geschäftsdrucke bis Textgewicht (70 bis 100 lb) für Broschüren und Buchinnenseiten; gestrichene Bogen haben eine Mineralschicht (Kaolin-Ton, Calciumcarbonat) gebunden mit Stärke oder Latex, mit glänzender, matter oder Satinoberfläche. Gestrichene Qualitäten halten feine Rasterpunkte mit minimaler Rastertonwertveränderung und erzeugen schärfere Bilder, kosten aber mehr und benötigen kalibrierte Farbschichtdicke. Helligkeit (gemessen als ISO- oder TAPPI-Prozentsatz), Glätte (gemessen in Micro-Zoll) und Opazität beeinflussen alle das Aussehen des fertigen Drucks.

Häufige Probleme entstehen durch Feuchtegehalt und Oberflächeneigenschaften. Papier das Feuchte aus feuchter Luft aufnimmt wird schlaff und staut sich in der Maschine; Papier das zu sehr getrocknet wird, wird brüchig und reißt bei Falz- oder Perforationslinien. Leimung die zu schwach ist lässt Tinte in den Bogen ausfasern und verschwimmt Schrift; überleimtes Papier nimmt Tinte nicht auf und verursacht schlechte Farbübertragung. Manche Offset-Maschinen benötigen einen engeren Bereich: typisch 4,5 bis 5,5 Prozent Feuchte in der Fabrik und 45 bis 55 Prozent relative Luftfeuchte im Druckraum.

Der Begriff Druckpapier ist bewusst gewählt und funktional. Er schließt Zeitungspapier aus (niedrigere Faserqualität, hohe Tintensaugfähigkeit, kurze Lagerfähigkeit) und Spezialpapiere wie Kraft (hohe Zugfestigkeit für Säcke) oder Etikettenstoff (oft synthetisch oder stark gestrichen). Im Handel wird Gewicht oft in Pfund pro Ries (500 Bogen in der Basisgröße, üblicherweise 25 mal 38 Zoll) oder in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben, was der internationale Standard ist. Ein 20er Schreibpapier entspricht etwa 75 g/m²; ein 80er Textgewicht etwa 118 g/m².

Druckpapier sitzt in der Mitte einer Lieferkette: Fabriken mischen Hart- und Weichholzfasern, geben Chemikalien zu, pressen und trocknen den Bogen und versenden in Ries oder auf Paletten. Drucker wählen Sorten nach Auftrag, Maschinentyp und Budget. Digitaldruck bevorzugt leichtere, glattere ungestrichene Sorten. Offset-Lithografie kann beide gestrichene und ungestrichene nutzen, benötigt aber engere Dimensionstoleranzen und Feuchte-Kontrolle. Direktwerbung und Verpackung benötigen oft Helligkeit und Opazität um hervorzustechen; Buchverlag handelt Kosten gegen Struktur und Lesbarkeit. Die Wahl der Papisorte beeinflusst nicht nur Bildqualität sondern auch Maschinengeschwindigkeit, Tintenverbrauch und Veredelungsleistung.

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