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Bergbau und Gewinnung

Screener

Englisch: screener

Eine Person, die geförderter Kohle durch ein Metallsieb filtert, um Verunreinigungen zu entfernen.

Siebmaschine: die Person oder Maschine, die Erz nach Größe sortiert

Im Bergbau ist eine Siebmaschine entweder ein Arbeiter oder eine mechanische Vorrichtung, die Rohstoffe durch das Durchführen über ein vibrierendes oder stehendes Metallsieb nach Korngrößen trennt. In Kohlegruben war die klassische Rolle manuell: ein Sieber stand an der Siebtrommel und führte frisch geförderte Kohle durch die Siebmatten, ließ Feinkörner und Schmutz durchfallen, während größere Brocken oben blieben. Die Arbeit war monoton, staubig und fand unter schlechten Lichtverhältnissen in der Nähe des Siebaustrags statt.

Modernes Sieben ist fast immer mechanisiert. Industrielle Vibrationssiebe nutzen elektromagnetische oder exzentrische Antriebe, um das Material über das Siebdeck zu bewegen. Ein einzelnes Sieb kann mehrere übereinander angeordnete Siebdecks mit unterschiedlichen Maschenweiten haben und erzeugt mehrere Korngrößen in einem Durchgang. Typische Maschenöffnungen beim Kohleblechen reichen von 50 mm bis 6 mm, je nach Marktanforderung und Kesselspeisung. Siebe verarbeiten Leistungen von 5 bis 300 Tonnen pro Stunde, abhängig von Materialdichte, Feuchte und Siebfläche.

Im Hartgesteinsbau und in Aufbereitungsanlagen erfüllen Siebmaschinen die gleiche Sortierfunktion mit Stein, Brechereiprodukt oder Kies. Das Trennprinzip ist identisch: Schwerkraft und Vibration zwingen Unterkornanteile durch die Öffnungen, während Überkornanteile über die Länge des Decks zu einem separaten Auslaufschacht transportiert werden. Nasssiebung mit Wasserzufuhr ist in Schotterwerken üblich, um Blindheiten (Verstopfung der Siebmatten) zu vermeiden.

Häufige Ausfallarten und Instandhaltung

Siebmatten verschleißen ungleichmäßig und reißen durch Schlag ein, weshalb in stark genutzten Anlagen ein Austausch alle 2 bis 6 Monate erforderlich ist. Blindheit tritt auf, wenn klebrige Feinkörner die Matten überziehen; ungleichmäßige Beschickung führt zu Kanalisierung, bei der Material das Sieb ganz umgeht, statt über die volle Deckbreite verteilt zu werden. Lagerverschleiß durch ständige Vibration ist ein großer Instandhaltungsaufwand; korrekte Auswuchtung und Federung verlängern die Lagerdauer erheblich.

Der Begriff Siebmaschine geht auf die ursprüngliche Bedeutung zurück: eine Person, die das Sieb bedient. Im historischen Sprachgebrauch bezeichnete er die Person; in modernen Anlagen oft die Maschine selbst. Die Siebmaschine arbeitet nach dem Brecher oder der Förderanlage und vor der Lagerstätte oder weiterer Verarbeitung, weshalb die Siebproduktqualität unmittelbar die Effizienz nachgelagerter Prozesse und den Produktwert beeinflusst.

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