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Fertigung

Shingling

Englisch: shingle

Das Hämmern und Quetschen von Material, um Schlacke und Verunreinigungen daraus zu entfernen, wie in der Metallurgie.

Schindelung: Hammerschlag und Quetschung von Metall zum Entfernen von Schlacke und Zunder

Die Schindelung ist ein Warmbearbeitungsprozess, der brüchige Oxide, Zunder und eingeschlossene Verunreinigungen aus Schweißeisen oder Stahl entfernt. Ein Handwerker nimmt einen grob geformten Luppe oder Stab, erhitzt ihn auf etwa 1200 Grad Celsius und schlägt ihn wiederholt mit einem schweren Hammer oder Dampfhammer, während er gleichzeitig Seitendruck ausübt. Diese Kombination aus Schlag und Quetschung drückt das unerwünschte Material aus dem Eisen heraus, verdichtet das verbleibende gute Metall und verbessert seine Verarbeitbarkeit und Festigkeit.

Der Prozess stammt aus der Zeit der Puddel-Eisenherstellung, als Roheisen in Flammofen zu Schweißeisen umgewandelt wurde und als breiige, unreine Masse herauskam. Die Schindelung war die praktische Lösung, um dieses Material für weitere Formgebung brauchbar zu machen. Ein Arbeiter legte die heiße Luppe auf einen Amboss oder Schindelblock, schlug sie in überlappenden Strichen, um sie zu verdichten, faltete sie dann, wärmte sie erneut auf und wiederholte den Vorgang. Jeder Zyklus trieb mehr Verunreinigungen aus und verdichtete das Eisen.

Moderner Kontext und Varianten

Obwohl traditionelles Puddeln und Schindelung in Industrienationen weitgehend verschwunden sind, besteht das Prinzip in Walzwerken und Schmieden fort. In der modernen Praxis erfolgt ähnliche Verdichtung beim Schwerhämmern unter hydraulischen Pressen oder Fallhämmern. Der Begriff selbst lebt in der Walzwerk-Terminologie weiter und wird manchmal auf die anfängliche Rohschmiedung oder Bearbeitungsstufen von Stahlluppen angewendet, die für Stäbe, Schienen oder Konstruktionselemente bestimmt sind. Einige Gießereien und spezialisierte Schmieden führen auch heute noch Handschindelung bei kleinen Chargen durch, um ultrareines Material für kritische Anwendungen herzustellen.

Die Arbeit ist körperlich anstrengend und erfordert Urteilsvermögen bezüglich Temperatur und Timing. Ist das Werkstück zu kalt, wird es spröde; wird es zu heiß, verbrennt es. Nachlässige Schindelung hinterlässt Schichtungen und Nähte, die das Endprodukt schwächen. Die Hammerschläge müssen bewusst und überlappend erfolgen, um eine gleichmäßige Verdichtung über die gesamte Fläche des Stabes zu gewährleisten.

Der Name stammt wahrscheinlich vom schindeldachähnlichen, schuppigen Aussehen, das der Stab nach wiederholten Hammerschlägen annimmt, oder von den schindelähnlichen Flöckchen aus Oxid und Abfall, die entfernt werden. In älterer Fachliteratur wird Schindelung manchmal Schweißen genannt, wenn sie innere Hohlräume schließt, oder Strecken, wenn sie den Stab verlängert. Moderne Metallurgen erkennen die Schindelung als eine Form der Warmbearbeitung zur Verdichtung an, ähnlich in ihrer Wirkung wie die Quetschphase eines Schmiedepressenzyklus.

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