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Bahntechnik

verschieben

Englisch: slew

Etwas seitwärts versetzen, üblicherweise ein Gleis.

Slew: Gleis seitlich verschieben ohne zu heben

Gleis zu verschieben bedeutet, eine gesamte Gleislinie horizontal quer zu ihrer Längsachse zu bewegen, wobei die Schienen in Kontakt mit dem Boden oder ihrem vorhandenen Schotterunterbau bleiben. Die Operation verschiebt die Mittellinie des Gleises um eine bestimmte Strecke seitwärts, typischerweise um einige Zentimeter bis mehrere Meter, ohne die Schiene selbst zu heben oder zu entfernen. Dies unterscheidet sich von der Neujustierung von Gleis durch Heben, was das Trennen von Schienenstößen und eine Neupositionierung auf neuen Schwellen erfordert.

Das Verschieben wird mit hydraulischen oder mechanischen Winden durchgeführt, die unter der Schiene positioniert sind, üblicherweise an mehreren Stellen entlang des zu bewegenden Abschnitts. Die Schiene wird minimal angehoben, gerade genug um die Reibung zwischen Schotter und Schwelle zu verringern, dann seitwärts verschoben. Nach der Positionierung senkt sich die Schiene wieder ab und wird gesichert. Das Verfahren ist schneller als vollständiges Entfernen und Erneuern und verursacht weniger Störungen der Schotterstruktur, erfordert aber sorgfältige Messung und abgestimmten Druck über die Winden, um ein Knicken oder Verklemmen zu vermeiden.

Häufige Anwendungen und Grenzen

Das Verschieben erfolgt am häufigsten bei Gleisinstandhaltung und kleineren Neuausrichtungsarbeiten: Korrektur von Seitenverlagerung, Anpassung von Bögen zur Verbesserung der Verschleißverteilung auf Rädern oder Verschiebung einer Linie leicht zur Beseitigung eines Hindernisses oder zur Ermöglichung von Bahnsteigumbauten. Es wird auch bei Gleisneubauten verwendet, um die Gleisgeometrie nach dem ursprünglichen Verlegen feinabzustimmen. Das Verschieben kann jedoch keine vertikalen oder längsgeribbten Mängel beheben, und das Bewegen einer Linie um mehr als wenige Meter erfordert typischerweise das vollständige Trennen und Neuverlegen von Abschnitten.

Der Begriff stammt aus dem Nautischen und bedeutet drehen oder schwenken. In der Gleistechnik hat er sich auf die spezifische Operation der seitlichen Verschiebung eingegrenzt. Die Praxis ist alt und bleibt Routine; moderne Gleismaschinen verfügen oft über eine Verschiebefunktion als Teil ihrer Stopf- oder Geraderichtungsfunktion, obwohl manuelle Verfahren mit Handwinden für kleine Korrektionen auf Nebenbahnen oder Stichstrecken mit geringem Verkehrsaufkommen noch immer verwendet werden.

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