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Schiffbau und Werft

Slup

Englisch: sloop

Ein einmastiges Segelschiff mit nur einem Vorsegel.

Slup: das Arbeitspferd unter den Einmaster-Seglern

Ein Slup ist ein Einmaster-Segelschiff mit zwei Hauptsegeln in Längsrichtung: Großsegel und ein Vorsegel (Fock). Der Mast sitzt etwa ein Drittel vom Bug entfernt, und die gesamte Takelung kann von ein oder zwei Personen bedient werden. Das unterscheidet ihn grundlegend von größeren Mehrmast-Konstruktionen. Slupen reichen von kleinen Tagesseglern um 20 Fuß bis zu Hochseekruzern über 50 Fuß, und sie bleiben die häufigste Segelboot-Konfiguration in kommerziellem und privatem Einsatz.

Das Vorsegel eines Slups ist eine einzelne Fock und unterscheidet ihn damit von einem Kutter, der zwei Vorsegel (Fock und Stagfock) trägt und einen weiter achtern positionierten Mast hat. Diese Single-Fock-Anordnung gibt dem Slup eine einfachere stehende Takelung und niedrigere Wartungslasten. Das Vorstag läuft vom Mast zum Bug und bietet entscheidende Unterstützung. Es bestimmt, wo die Fock hängt. Bei starkem Wind kann schnell eine kleinere Fock gewechselt werden, ohne die Mastposition zu ändern.

Slupen wurden in den Werften des 18. und 19. Jahrhunderts dominant, weil die Takelung Leichtigkeit des Handling mit angemessener Windwärts-Performance verbindet. Ein gut eingestellter Slup hat eine annehmbare Höhe am Wind und beschleunigt schnell bei mäßigem Wind. Flachgänger-Varianten, verbreitet in Arbeitshäfen und Küstenhandel, können Flachwasser erreichen, das tiefere Kutter und Schooner nicht anfahren können. Die Takelung benötigt weniger Besatzung als eine Ketsch oder Yawl und senkt so die Personalkosten im kommerziellen wie im privaten Bereich.

Der Name stammt wahrscheinlich vom niederländischen sloep und spiegelt die Popularität der Takelung in der maritimen Tradition der Niederlande wider. Im nordamerikanischen Schiffbau waren Slupen die Standard-Lotsenschiffe, Fischerboote und Küstensegler des 19. Jahrhunderts. Ein wesentlicher Schwachpunkt des Slup-Riggs zeigt sich in schweren Bedingungen: eine einzelne Fock lässt sich nicht leicht aufteilen oder manövrieren, ohne den Großsegelplan zu ändern, anders als bei einem Kutter mit geteiltem Vorsegel-Areal.

Moderne Serien-Slupen nutzen oft Rollgeneratoren für die Fock und Großsegel mit durchgehenden Lieken, die das ganze Segelfeld ausfüllen. Das macht sie einfacher zu reffen als traditionelle Slupen mit Lieken nur am hinteren Segelrand. Stahl- und Kunststoffbau haben Holz bei kommerziellen und Kreuzer-Slupen nach 1950 ersetzt, aber die grundlegende Takelings-Geometrie ist unverändert. Slupen dominieren noch immer Rennklassen wie die Internationale 6-Meter-Regel und bleiben die Plattform der Wahl für Einhand-Hochseeregatten.

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