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Bergbau und Gewinnung

Förderkübel

Englisch: tub

Ein Behälter oder Eimer, in dem Kohle oder Erz durch einen Schacht nach oben transportiert wird.

Tübbingkübel: Der Behälter, der Erz und Kohle aus der Grube an die Oberfläche befördert

Ein Tübbingkübel ist ein Behälter, üblicherweise aus Holz, Stahl oder Eisen, zum vertikalen Transport von Kohle oder Erz durch einen Schacht. Er fasst je nach Grube und Mineraltyp etwa 8 bis 15 Tonnen und ist an einem Seil oder einer Kette befestigt, die mit einer Dampf- oder später einer elektrischen Fördermaschine an der Oberfläche verbunden ist. Der Kübel fährt in Zyklen auf und ab, oft gekoppelt mit einem Ausgleichssystem, das einen leeren Kübel senkt, während ein beladener aufsteigt, wodurch die Arbeit der Maschine reduziert wird.

Tübbingkübel gibt es in mehreren Ausführungen. Der einfache Kastenkübel hat gerade Seitenwände und einen ebenen oder leicht geneigten Boden, um sein Inhalt in einen Trichter oder Skip am Schachtkopf zu entleeren. Manche Kübel haben Klappböden oder Seitentüren für leichtere Entladung. In tieferen Gruben ersetzten größere Kübel, die Käfige oder Skips genannt werden, die kleineren Holzkübel, doch der Begriff bleibt in älteren Anlagen und in der Umgangssprache von Bergleuten erhalten. Die Seilbefestigungen variieren: Kübel können Ösen haben, die gegossen oder angeschraubt sind, oder sie sitzen in Rahmen, die sie während der Fahrt halten.

Ausfallmodi sind entscheidend. Ein Kübel, der während der Fahrt kippt oder verrutscht, kann im Schacht klemmen und den gesamten Betrieb lahmlegen, wodurch Arbeiter unter Tage gefährdet werden. Holzkübel quillen und schwinden durch Feuchte und verformen sich; sie verfaulen auch, wenn sie nicht regelmäßig instandgehalten werden. Metallkübel korrodieren durch Wassereintritt und saure Grubenwässer. Der Verschleiß des Seils konzentriert sich an den Befestigungspunkten, daher ist regelmäßige Kontrolle der Ösen und Schäkel erforderlich. Ein gerissenes Seil kann einen beladenen Kübel mit katastrophaler Kraft fallen lassen, weshalb Sicherheitsvorschriften häufige Seilprüfungen und Kübel-Zertifizierung fordern.

Der Begriff spiegelt die grundsätzliche Form wider: Ein Kübel ist einfach ein großer, offener Behälter zum Fassen und Befördern von Material. Frühe Grubenkübel waren aus Holz und ähnelten Haushalts-Kübeln oder Fässern, die für industrielle Zwecke umgebaut wurden. Der Name blieb, auch als Material und technische Raffinesse sich änderten. Es gibt regionale Unterschiede: Britische Gruben nannten sie oft Tubs oder Corves, während manche kontinentale Betriebe andere Begriffe nutzten, doch die anglo-amerikanische Bergbausprache setzte sich auf Tub ein.

In der Rangordnung der Grubenausrüstung stehen Kübel zwischen handbetriebenen Körben einzelner Arbeiter und den viel größeren modernen Erzzügen in tiefen Hartgesteinsgruben. Sie kennzeichnen den Übergang von der Oberflächenindustrie zur unterirdischen Förderung, und ihre Konstruktion prägte direkt die Abmessungen der Schächte selbst. Ein Ingenieur, der einen Schacht entwarf, legte die Abmessungen um die Kübeltgrößen fest, da der Kübel mit Spielraum passen musste, aber ohne Platzverschwendung. Die Kenntnis der Kübelfassungsvermögen und des Gewichts war grundlegend für die Berechnung der Fördermaschinen-Leistung und der Schachttiefenwirtschaftlichkeit.

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