Steinmann
Englisch: stoneman
Ein Bergarbeiter, der Ausschachtungen in harten Schichten außer Kohle durchführt.
Stoneman: Der Bergmann, der Hartgestein abbaut, nicht Kohle
Ein Stoneman ist ein Bergmann, der in hartem Gestein wie Granit, Kalkstein, Sandstein oder anderen Felsmassiven arbeitet. Im Gegensatz zu Kohlekumpeln, die ein brennbares Mineral aus Flözen fördern, die oft von Natur aus brechen, arbeitet ein Stoneman mit Gestein, das intensives Bohren, Sprengen und mechanisches Aufbrechen erfordert. Die Arbeit liegt an der Schnittstelle zwischen Bergbau und Steinbruchbetrieb, wobei der Unterschied hauptsächlich in Größenordnung und Zweck liegt: Ein Stoneman könnte erzhaltiges Gestein in einem Tiefbau fördern, während ein Steinbrucharbeiter oberflächennahes Gestein für Werksteine oder Zuschlagstoffe gewinnt.
Die Werkzeuge des Stoneman haben sich von Stahlmeißeln und Vorschlaghämmern zu pneumatischen Bohrern und modernen Rotationsbohrhämmern entwickelt. Löcher werden in die Felswand gebohrt, mit Sprengstoff wie Dynamit oder ANFO (Ammoniumnitrat und Heizöl) geladen und gesprengt, um das Gestein in verwertbare Brocken zu zerteilen. Das Haufwerk wird dann mit der Schaufel oder mechanischen Ladern in Hunte oder Lastwagen verladen. Dieser Kreislauf wiederholt sich: Bohren, Sprengen, Fördern, Vortrieb. Ein Stoneman muss die Struktur und Kluftung des Gesteins verstehen, um Bruchverhalten vorherzusagen und wirtschaftliche Sprengfragmentierung zu erreichen.
Besondere Gefahren im Hartgestein sind Kieselsäurestaubinhalation, die Silikose verursacht, wenn Schutzausrüstung und Belüftung unzureichend sind. Bodenunsicherheit ist ebenfalls akut: Anders als Kohleflöze, die oft selbst tragfähig sind, kann Hartgestein mit wenig Vorwarnung nachrutschen oder stürzen. Die Arbeit erfordert ständige Aufmerksamkeit auf Sicherung und regelmäßige Kontrolle von Dach und Wandflächen. Sprengvibration und Lärm sind Belastungsfaktoren, die technische Maßnahmen und persönliche Schutzausrüstung erfordern.
Der Begriff Stoneman bleibt im britischen und Commonwealth-Bergbauvokabular gebräuchlich, obwohl die Berufsbezeichnung in modernen Kontexten oft Hard Rock Miner oder Tunneller lautet, besonders in unterirdischen Tiefbauwerken und Metallerzförderung. Der Name selbst ist aussagekräftig: ein Mann, der Stein abbaut. Im historischen Gebrauch bezog sich Stoneman manchmal auf einen qualifizierten Handwerker, der abgebautes Gestein bearbeitete oder verarbeitete, aber im Bergbauzusammenhang hat der Begriff lange den Abbauarbeiter bezeichnet.
Stonemans waren zentral für die Metallerzförderung, besonders in Bergbaurevieren mit Zinn-, Kupfer- und Hartgestein-Golderzabbau. Die Techniken, die sie für das Aufbrechen von Hartgestein entwickelten, wurden zur Grundlage des modernen Tunnelvortribs und der unterirdischen Tiefbaukunst. Ihre Erfahrung im Umgang mit schwierigem Untergrund bleibt unverzichtbar, wo immer Ingenieure Stollen durch festes Gestein treiben müssen, ohne auf natürliche geologische Schwachstellen zählen zu können.