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Drucktechnik

Steinsubredakteur

Englisch: stone subeditor

Ein Subredakteur mit einer ähnlichen Aufgabe wie der Steinredakteur.

Steinkorrektur: der Korrektor, der Platten in der Druckerei ausbessert

Ein Steinkorrektur ist ein Arbeiter im Druckgewerbe, der Korrekturabzüge liest und gesetzte Type oder Platten am Stein ausbessert. Der Stein ist die ebene Arbeitsfläche, auf der Setzer Letterpress-Formen zusammenstellen und zum Druck fertig machen. Anders als Bürokorrektoren, die mit Manuskripten und Fahnenabzügen arbeiten, kontrolliert der Steinkorrektur in der letzten Phase vor dem Druck. Er prüft, ob die gesperrte Form mit der redigierten Vorlage übereinstimmt, und fängt Fehler ab, die sonst tausendfach gedruckt würden. Diese Aufgabe verlangt sowohl redaktionelles Urteilsvermögen als auch praktisches Wissen über Type, Laufweite und Anlage.

Der Stein selbst ist eine gusseiserne Fläche, meist mehrere Fuß groß, auf der Setzer Typenseiten, Klischees und Abstände zu einer Seite oder Lage anordnen. Der Steinkorrektur vergleicht die gesperrte Form gegen die Korrekturabzüge und das Manuskript, liest auf Sinn und Verstand und prüft auf fehlende Zeilen, vertauschte Wörter, falsche Schriftarten und beschädigte Lettern. Werden Fehler gefunden, teilt der Korrektur dem Setzer mit, welche Korrektionen nötig sind. Das kann langsam und teuer werden, wenn die Fehler erst nach Druckbeginn entdeckt werden.

Geschwindigkeit ist in dieser Position entscheidend. Ein Steinkorrektur in der Zeitungsproduktion oder im massiven kommerziellen Druck muss sorgfältig lesen, während die Form auf dem Stein wartet, denn jede Minute verzögert die Druckerei. Dieser Druck unterscheidet die Rolle von der langsameren, überlegeneren Bürokorrektur. Der Korrektur muss auch die technischen Grenzen der gesperrten Form verstehen: ob noch Platz für zusätzliche Blindmaterial bleibt oder ob eine Zeile neu gesetzt werden muss, um Laufweite zu korrigieren.

Der Begriff spiegelt die alte Hierarchie des Letterpress-Drucks. Der Steinredakteur hatte Seniorität und letzte Vollmacht über Abzüge und Korrektionen am Stein. Der Steinkorrektur war der jüngere Leser und Assistent, der oft nur Routine-Kontrollen übernahm, während der Steinredakteur schwierige Fälle bearbeitete oder mehrere Formen in einer betriebsamen Druckerei verwaltete. In großen Druckereien arbeiteten mehrere Steinkorrektoren unter einem Steinredakteur. Kleinere Betriebe gaben diese Unterscheidung oft ganz auf.

Die Rolle ist mit dem Rückgang des Letterpress-Drucks selten geworden. Fotosatz und digitale Prepress haben die Korrekturlesung vom Stein weggebracht, und moderner Offsetdruck hat andere Arbeitsschritte gebracht. Wo Letterpress noch läuft, bleiben Steinkorrektoren notwendig, um Fehler vor dem Druck zu finden. Heute werden sie aber oft mit anderen Aufgaben kombiniert oder gehen in kleineren Redaktionsteams in der Druckerei auf.

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