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Drucktechnik

Durchstreichschrift

Englisch: strikeover

Schriftart, bei der jeder Buchstabe durchgestrichen wirkt.

Strikeover: Durchgestrichene Schrift für Korrektionen und Rechtsdokumente

Strikeover ist eine Schriftart oder typografische Gestaltung, bei der eine waagerechte Linie durch die Mitte jedes Buchstabens läuft und den Text durchgestrichen erscheinen lässt. In der digitalen Typografie und Textverarbeitung wird dies oft Strikethrough genannt. Der Effekt entsteht entweder durch eine eigene Schrift, bei der jede Glyphe die Linie in ihre Form integriert hat, oder durch einen Formatierungsbefehl, der eine waagerechte Linie über vorhandene Zeichen legt. Das Ergebnis sieht in beiden Fällen identisch aus: Der Text bleibt unter der Linie lesbar.

Strikeover-Schriften haben spezifische rechtliche und kommerzielle Anwendungen. Sie kommen in korrigierten Dokumenten vor, wo Streichungen ohne physische Löschung gekennzeichnet werden; in Buchhaltungs- und Lagerverwaltungssystemen, wo stornierte Einträge für Prüfzwecke sichtbar bleiben müssen; und in Manuskriptmarkierungen, wo abgelehnte Änderungen zur Überprüfung erhalten bleiben. In der Druckerei wird Durchstreichungsformatierung manchmal verwendet, um Preisreduktionen auf Werbematerialien anzuzeigen oder veraltete Produktcodes zu kennzeichnen. Das Verfahren kommt auch in Formularen und Compliance-Dokumenten zum Einsatz, wo ein Nachweis der Korrektur erforderlich ist.

Umsetzung und Grenzen

Die Stärke, Position und das Gewicht der durchgestrichenen Linie variieren je nach Schriftart und Software. In den meisten digitalen Systemen wird die Linie bei etwa 50 Prozent der x-Höhe gezogen und in der Mitte des Zeichens positioniert. Bei schmalen oder komplexen Schriftarten kann dies die Lesbarkeit erheblich beeinträchtigen. Einige für Strikeover entworfene Schriften positionieren die Linie etwas höher oder tiefer, um wichtige Schriftelemente wie Ober- und Unterlängen nicht zu verdecken. Beim Druck von durchgestrichener Schrift in kleinen Schriftgrößen kann die Linie mit Serifen oder dünnen Strichen verschmelzen und die Klarheit beeinträchtigen.

Strikeover unterscheidet sich vom Überdrucken, einer mechanischen Drucktechnik, bei der ein Zeichen direkt über einem anderen gedruckt wird, ohne dass eine waagerechte Linie entsteht. Es unterscheidet sich auch von Schwärzung, bei der Text vollständig verborgen oder entfernt wird. Strikeover bewahrt den ursprünglichen Inhalt, kennzeichnet ihn aber explizit als ungültig, weshalb es in Rechtsdokumenten, Änderungsaufträgen und audit-relevanten Unterlagen der Standard bleibt.

In der Druckerei und Textverarbeitung wird Strikeover oft als Zeichenattribut betrachtet und nicht als separate Schrift, was bedeutet, dass es über Formatierungsbefehle auf jede beliebige Schriftart angewendet werden kann. Jedoch rendern dedizierte Strikeover-Schriften manchmal sauberer, besonders in kleinen Größen oder bei niedriger Druckauflösung. Die Wirksamkeit von Strikeover in der Kommunikation hängt vom Kontext ab: Es signalisiert Korrektionen in technischen Dokumenten deutlich, kann aber die Scanbarkeit in dichtem Fließtext verringern.

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